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Bezahlen im BusWupsi macht Schluss mit der Kleingeldsuche in Leverkusen

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Marc Kretkowski und Markus Grawe stehen vor einem Bus.

Wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski (rechts) und Sparkassen-Vorstandschef Markus Grawe zeigen: Für den Ticketkauf im Bus reicht jetzt auch das Smartphone.

In 260 Bussen können Fahrgäste jetzt kontaktlos bezahlen, Bargeld bleibt möglich.

Das macht das Reisen einfacher: Fahrgäste der Wupsi können ihre Tickets ab sofort auch kontaktlos mit Debit- oder Kreditkarte, Smartphone und Smartwatch bezahlen. Nach einem Testbetrieb in 20 Bussen wird die neue Technik bis Ende der ersten Oktoberwoche auf alle 260 Busse im Leverkusener Stadtgebiet und den Rheinisch-Bergischen Kreis ausgeweitet. Dazu gehören auch die Fahrzeuge der Subunternehmen. Das neue Konzept wurde am Montag auf dem Wupsi-Betriebshof an der Borsigstraße vorgestellt. Wer weiterhin mit Bargeld bezahlen möchte, kann das auch künftig tun.

Mit dem zusätzlichen Angebot will das Verkehrsunternehmen den Ticketkauf vereinfachen und die Wartezeiten beim Einstieg verkürzen. Nach Angaben von Wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski stammen inzwischen 85 Prozent der Einnahmen von Dauerkunden, die übrigen 15 Prozent aus dem Einzelverkauf. Das sind immerhin rund 100.000 Tickets. Gerade für Fahrgäste, die ihre Fahrkarte im Bus kaufen, soll die neue Bezahlmöglichkeit eine Erleichterung sein. „Das kontaktlose Zahlen ist für diese Kunden die optimale Lösung und auch für die Fahrer, die häufig auch nicht so viel Wechselgeld dabeihaben.“

Zwei Jahre Vorbereitung

Hinter der Umstellung liegt eine rund zweijährige Vorbereitungs- und Implementierungsphase. Kretkowski spricht von einem „riesigen, betrieblichen Aufwand“. Hardware und Software mussten angepasst, betriebliche Abläufe umgestellt und Partner gefunden werden. Hinzu kamen die Planung der Werbung und die Schulung des Fahrpersonals in den vergangenen Wochen.

Ein Bezahlterminal in einem Wupsi-Bus

Am neuen Bezahlterminal im Wupsi-Bus lassen sich Tickets kontaktlos mit Karte, Smartphone oder Smartwatch bezahlen.

Eine Herausforderung sei gewesen, die neue Technik mit den vorhandenen Bezahlsystemen kompatibel zu machen. Zugleich müsse bei den Fahrgästen die Bereitschaft bestehen, bargeldlos zu bezahlen. „Das geht nicht von heute auf morgen“, sagt Kretkowski. Nach dem erfolgreichen Testbetrieb folgt nun die flächendeckende Einführung.

Unterstützung erhält die Wupsi von go.Rheinland, dem Mobilitätsverbund für das Rheinland, der eine Förderung von 169.900 Euro zugesagt hatte. Die Förderquote beträgt 75 Prozent. Geschäftsführer Norbert Reinkober erklärt dazu in der Pressemitteilung: „Das neue System macht den Einstieg einfacher und den Betrieb effizienter.“

Sparkasse unterstützt die Umstellung

Auch die Sparkasse Leverkusen hat das Projekt gemeinsam mit der S-Payment begleitet. Sie steuerte rund 70.000 Euro bei, unter anderem für Marketing- und Werbung. Auf Plakaten in Leverkusen und in sozialen Medien macht die Kampagne „Dein Kleingeld darf Pause machen“ auf das Angebot aufmerksam. „Uns verbindet eine jahrzehntelange erfolgreiche Partnerschaft und wir freuen uns über diesen Meilenstein“, beschreibt  Sparkassen-Vorstandschef Markus Grawe die Zusammenarbeit mit der Wupsi.

Zusätzlich führt das Verkehrsunternehmen einen Online-Service für Abonnements ein. Auf der Website können Fahrgäste ab sofort Abos beantragen, bestehende Verträge einsehen und selbst bearbeiten. Beim Ticketkauf im Bus bleibt unterdessen die Wahl zwischen den Zahlungsarten. Kretkowski betont: „Wir freuen uns über die Einführung des kontaktlosen Bezahlens, können aber gleichzeitig auch alle beruhigen, die künftig mit Bargeld im Bus bezahlen wollen. Dies ist weiterhin möglich.“