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PostkarteStadt befragt Leverkusener Eltern zu ihren Kita-Wünschen

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Ein Fenster in der Kita am Fester Weg

Ein Fenster in der Kita am Fester Weg

Mithilfe der freiwilligen Antworten soll das Angebot besser auf den Bedarf angepasst werden.

Die Stadt befragt in den kommenden Wochen erneut Eltern nach ihren Betreuungswünschen für Kita-Kinder. Ab dieser Woche verschickt die Stadt Postkarten an alle Haushalte mit einem oder mehreren Kindern, die im Kita-Jahr 2027/2028 grundsätzlich für eine Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege infrage kommen. Die Befragung läuft bis zum 24. Oktober. Sie ist freiwillig und anonym.

Der Fragebogen ist über einen individuellen QR-Code auf der Postkarte abrufbar und soll pro Kind ausgefüllt werden. Ziel ist es, zu ermitteln, welche Öffnungszeiten, Betreuungsumfänge und Raumkonzepte die Eltern bevorzugen. 

„Wir wollen Familien in unseren Kitas eine gute und verlässliche Betreuung anbieten. Das heißt zugleich, sich an den realen Bedarfen zu orientieren und vorhandene Ressourcen zielführend einzusetzen“, erklärt Aylin Doğan, Leiterin des Fachbereichs Kinder und Jugend. Sie ermutigt Eltern, sich an der Befragung zu beteiligen: Wenn die Stadt die Bedürfnisse der Familien kenne, könne sie ihre Angebote dort, wo es möglich sei, anpassen.

Stadt streicht Neubauprojekte

Die Umfrage ist wichtig, da die Stadt ihre Kita-Bedarfsplanung ohnehin gerade grundlegend neu aufstellt. Nach einer längeren Phase des Betreuungsnotstands sind aktuell rund 400 Plätze an Kitas und in der Tagespflege frei geblieben.

Hintergrund sind zum einen die rückläufigen Kinderzahlen. Nach Angaben der Stadt sanken die Geburten in Leverkusen 2025 um 4,4 Prozent, deutlich über dem Landesdurchschnitt. Für die Altersgruppe von null bis unter sieben Jahren wird künftig ein durchschnittlicher jährlicher Rückgang von rund drei Prozent erwartet. Eltern wählen zudem genauer aus, lehnen Plätze häufiger wegen Lage, Umfang oder Konzept ab und betreuen ihre Kinder teilweise länger im familiären Umfeld. Teilweise nehmen Eltern von kleinen Kindern vorhandene Betreuungsplätze nicht in Anspruch, weil die Rahmenbedingungen für sie nicht optimal sind. Dem möchte die Stadt mit der Umfrage entgegenwirken.

Auch die Ausbauplanung wird deswegen überarbeitet. Sieben bislang geplante Kita-Neubauten sollen nach dem Vorschlag der Verwaltung nicht mehr umgesetzt werden. Gleichzeitig sind bis zum Kita-Jahr 2030/2031 weiterhin zehn Neubau- und Ausbauprojekte mit bis zu 1.110 Plätzen vorgesehen, vor allem als Ausgleich für Kitas, die entweder marode oder in ungünstigen Mietverhältnissen sind. Auch hier kann die Umfrage helfen, um zu sehen, wie die Bedarfe auf die Stadtteile verteilt sind.