Sie war eine echte Expertin und sie engagierte sich lange als Mitglied im Naturschutzbeirat.
Leverkusener FledermausexpertinMechtild Höller ist gestorben

Mechtild Höller
Copyright: Ralf Krieger
In der Sitzung des Naturschutzbeirats vor nicht einmal einem Monat war Mechtild Höller noch im Gremium, jetzt ist die Fledermausexpertin unerwartet gestorben.
Meist hängt ein besonders intensiver Schutz einer Tierart erstmal an einer einzelnen besonders begeisterten Person. Das war in Leverkusen zunächst bei den Fledermäusen mit Mechtild Höller der Fall. Das Interesse der studierten Biologin galt den Fledertieren in dieser Stadt und in der Umgebung und sie engagierte sich für die leisen Nachtflieger.
Mit regelmäßigen Exkursionen, Vorträgen, Artikeln im Verbandsprogramm von Nabu und BUND Leverkusen und an Infoständen warb Mechtild Höller um Verständnis für diese faszinierende Tierart und verwandte auch viel Zeit auf die Pflege kleiner Federmausfindlinge, die sie aufpäppelte. Rückschläge gehören dazu: Einen alten Bunker am Wupperhang neben der Opladener Himmelsleiter ließ sie für ihre Tiere vergittern, aber dort zog nicht eine Fledermaus ein.
Zu Beginn der Pandemie, die womöglich durch ein Fledermaus-Virus ausgelöst wurde, das auf den Menschen übergesprungen sein könnte, musste sie um den guten Ruf „ihrer Tierart“ fürchten. Sie arbeitete damals dafür, den Schutz der Tiere deswegen nicht zu vernachlässigen. Viele Jahre lang leitete sie die Naturschutz-Jugend-Kindergruppe, baute zum Beispiel Fledermauskästen mit den Kindern. 2009 wurde ihre Arbeit durch die Verleihung des Rheinlandtalers auch über Leverkusen hinaus gewürdigt.
