Leverkusen – Krieg zwischen Russland und Ukraine: Was ist mit der Gas- und somit Wärmeversorgung? Zahlreiche Kundinnen und Kunden würden sich Gedanken machen, schreibt die EVL. Aktuell liefere Russland mehr als 50 Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases.
Sollten Lieferungen aus Russland kurzfristig ausfallen, wäre das eine große Herausforderung für die deutschlandweite Energieversorgung, erklärt die EVL, beruhigt aber im gleichen Augenblick: Kurzfristig müssten sich die Leverkusener Wärmekunden keine Gedanken um ihre Versorgung machen: „Da wir derzeit noch L-Gas aus den Niederlanden beziehen, wird sich die Ukraine-Krise eher auf die Preise und nicht auf die Versorgung auswirken“, sagt Eimermacher. Übersetzt: Die warme Wohnung ist gesichert, teurer wird es auf jeden Fall.
Mehr Gas aus den USA
Auch wenn mehr als die Hälfte des deutschen Erdgases aus Russland kommt, gebe es einen breiten Liefermix: Gas komme aus allen Himmelsrichtungen nach Europa und Deutschland. Hinzu komme eine sehr gute Gasspeicher-Infrastruktur in Deutschland, listet die EVL auf. Außerdem kann in Europa gas ausgetauscht werden. Aktuell springen auch andere Länder ein: „Es kommt verstärkt Flüssigerdgas via Großtanker aus den USA und Katar.“
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Langfristig sind erneuerbare Energien und auch Wasserstoff unverzichtbar. „Wir müssen unabhängig von fossilen Energieträgern werden“, so Eimermacher. Bei der Entwicklung der Wärmepreise verweist der EVL-Geschäftsführer auf die langfristige Beschaffungsstrategie des Energieversorgers. „Wir kaufen zu verschiedenen Zeitpunkten in Teilmengen und zum Teil Jahre im Voraus an der Börse ein. Dadurch können wir die Preise für Gas und Fernwärme in diesem Winter stabil halten.“ Eine Prognose über den nächsten Winter traut sich aber auch die EVL nicht abzugeben. (aga)



