Wie verhalte ich mich am Bussteig und wo stelle ich meine Schultasche ab? Die Wupsi klärt in der Busschule auf.
BusschuleLeverkusener Kinder lernen, wie sie mit dem Bus sicher zur Schule kommen

Anschauungsunterricht auf dem Betriebshof der Wupsi.
Copyright: Semih Kaya
Wenn Kinder auf eine weiterführende Schule kommen, verändert sich viel: zumeist auch der Schulweg. Für viele ist Busfahren noch ein neues Erlebnis. Um angehende kleine Pendlerinnen und Pendler auf unterschiedliche Situationen im Linienverkehr vorzubereiten, bietet die Wupsi die „Busschule“ an. Hier lernen Kinder in 90-minütigen Workshops, wie sie sicher mit dem Bus reisen können.
Mit der Busschule in den Sommerferien möchte die Wupsi den Wechsel entspannter angehen, erklärt Kristin Menzel: „Die Kinder sollen den Alltag im Bus kennenlernen und sich auch über die möglichen Gefahren informieren.“ Zudem lernen sie wichtige Verhaltensregeln im Bus und an der Bushaltestelle kennen.
Die Termine liegen bewusst in den Ferien, damit Eltern mit ihren Kindern die Strecke zur Schule im Vorfeld abfahren und das in der Busschule Gelernte ausprobieren können. Die Busschule hat das Ziel, Kindern und Eltern ein sicheres Gefühl zu geben. Auch Busfahrer freuen sich, wenn Kinder bereits wissen, wie sie sich im Linienverkehr zu verhalten haben, bekräftigt Menzel.
Antworten auf die wichtigsten Fragen
In einem theoretischen und einem praktischen Teil lernen Kinder die wichtigsten Regeln im Linienverkehr. Wie verhalte ich mich an der Bushaltestelle? Wie informiere ich mich über Fahrpläne? Wie verhalte ich mich beim Ein- und Aussteigen? Diese und weitere Fragen beantworten die Referenten Kevin Steinmetz und Dirk Bürger.
In Gruppen von zwölf lernen die Viertklässler, die nach den Ferien in eine weiterführende Schule kommen, die wichtigsten Informationen für Busfahrten zur Schule. Bei einer Abfrage des Referenten Kevin Steinmetz wird klar: Viele Kinder haben kaum Erfahrungen im Busfahren. Das soll sich nach dem Besuch der Busschule ändern.
Eine Fahrstunde für den Bus
Auf dem Betriebshof werden die Kinder dann auch selbst aktiv. Mit zwei Pappfiguren wird gezeigt, was passieren könnte, wenn man zu nah am Bussteig steht oder was bei einer Gefahrenbremsung passiert, wenn man sich nicht festhält. So sollen sie lernen, gefährliche Situationen zu vermeiden. Auch welche Sitze am sichersten sind und wie sie ihre Schultaschen am besten abstellen, wird gezeigt. Am Ende folgen Rollenspiele zu verschiedenen Situationen. Etwa auch, was zu tun ist, wenn eine ältere Person einen Sitz braucht.
Seit über zehn Jahren bietet die Wupsi die Busschule für Schulwechslerinnen und Schulwechsler an. Die Idee stammte damals von einem Mitarbeiter der Wupsi, der selbst ein Kind im Schulwechsel hatte. Zuvor hatte die Wupsi auch Buskurse für Seniorinnen und Senioren angeboten, dieses Konzept habe man mit der Busschule auf die Grundschulkinder erweitert. Die Kurse sind sehr begehrt: In Leverkusen sind alle Plätze für die Busschule ausgebucht, in Bergisch Gladbach gebe es aber noch Plätze, erklärt Kristin Menzel.
