Die U‑13-Fußballer haben in Frankfurt am Main einen großen Erfolg gefeiert.
Mit VideoLeverkusener Schüler holen DFB-Schulcup erstmals nach NRW

Die erfolgreiche U13 des Landrat-Lucas-Gymnasiums
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Schöner kann man sich die Geschichte eigentlich nicht ausdenken: Am Ende ist es das Geburtstagskind, das eigentlich nicht zum Elfmeterschießen antreten wollte und letztlich den entscheidenden Treffer landet. Und damit der U13-Fußballmannschaft des Landrat-Lucas-Gymnasiums den ersten deutschen Meistertitel im DFB-Schulcup beschert.
Aber von Anfang an: Der DFB-Schulcup ist ein seit 2010 bundesweit ausgetragener Fußballwettbewerb für Schulen. Er wird vom Deutschen Fußball-Bund in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schulsport-Stiftung im Rahmen von „Jugend trainiert für Olympia“ für die Altersklasse U13 ausgerichtet. Im Finale treten die Sieger aus jedem Bundesland gegeneinander an. Bislang hat noch nie die Mannschaft aus NRW den Sieg mit nach Hause bringen können.
Das Besondere: Vor jedem Spiel treten die Mannschaften in Technikübungen in den Disziplinen Dribbeln, Passen und Torschuss gegeneinander an. Wer hier mehr Punkte erreicht, geht mit einem 1:0-Vorsprung in das anschließende Spiel. So werden Technik, Teamleistung und Spiel miteinander verbunden.

Jubel bei der Siegerehrung
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Die LLG-Mannschaft hatte sich über fünf Vorrunden für das Bundesfinale auf dem DFB-Campus in Frankfurt qualifiziert und traf hier schon in der Vorrunde auf starke Gegner aus Bayern und Hessen. „Wir waren letztes Jahr schon im Finale und dieses Jahr hatten wir uns auf jeden Fall vorgenommen, zu gewinnen“, sagt Mannschaftskapitän Konstantin Nuss. Doch das Turnier beginnt schwierig: „Im ersten Spiel gegen Rheinland-Pfalz haben wir erst den Technikparcours verloren und dann in der ersten Halbzeit zwei unglückliche Standards reinbekommen“, erzählt Henrik Kocerba. „Aber dann haben wir Mentalität und Kampfgeist gezeigt.“ Und den 0:3-Rückstand in der zweiten Halbzeit in einen 4:3-Sieg verwandelt.
Souverän ins Finale
Als Gruppenzweiter zieht das LLG-Team ins Viertelfinale ein. Hier schlagen die Leverkusener den Landessieger aus Mecklenburg-Vorpommern (3:0). Im Halbfinale gibt es ein klares 9:1 gegen die Überraschungsmannschaft aus Brandenburg.
Vor dem Finale am kommenden Tag gibt es noch einen Spaziergang durch Frankfurt und Spaß in der Jugendherberge. „Wenn wir mit der Schule unterwegs sind, ist das ein bisschen lockerer als im Verein“, verrät Taylan Kaz. Bis auf einen Jungen spielen alle aus der Mannschaft in Nachwuchsleistungszentren in Köln oder Leverkusen. Sie kennen Reisen mit der Mannschaft, auch ins Ausland. „Und der eine, der bislang nicht in einem Leistungszentrum ist, wird es nach der Leistung beim DFB-Cup auch bald sein“, deutet Lehrer Benedikt Ditscheid an, der die Sportklasse und die Fußballmannschaft der Jungs betreut.

Henrik Kocerba, Rune Kilberth, Taylan Kaz, Konstantin Nuss und Lehrer Benedikt Ditscheid mit den Trophäen im Landrat-Lucas-Gymnasium.
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Im Finale kommt es zum Duell mit dem Landessieger aus Baden-Württemberg aus Karlsruhe, der zuvor den Turnierfavoriten aus Bayern im Elfmeterschießen geschlagen hatte. Durch den gewonnenen Technikparcours ging die Mannschaft aus Karlsruhe schon mit 1:0 in Führung. „Wir hatten in der Vorrunde gegen Bayern verloren, Karlsruhe hat die geschlagen und dann auch noch der 1:0‑Rückstand – da mussten die Jungs vor dem Spiel schon ganz schön aufgebaut werden“, berichtet Ditscheid. „Im Spiel waren wir dann aber überlegen, nur das Tor ist einfach nicht gefallen“, erzählt Taylan Kaz. Bis ihn dann doch ein Pass im Strafraum erreichte. „Ich hab’ ihn mit der Brust angenommen und dann volley reingeknallt“, berichtet Taylan stolz.
Es ging in die Verlängerung, die keine Entscheidung brachte. Also: Elfmeterschießen. „Wir hatten ein bisschen Probleme, Schützen zu finden, weil keiner unbedingt schießen wollte“, berichtet Torhüter Rune Kilberth. Beide Torhüter konnten jeweils zwei Elfmeter halten, bis zum Stand von 5:5. Als dann Rune den sechsten Elfmeter der Karlsruher hält, fasst sich Geburtstagskind Henrik Kocerba ein Herz. „Ich habe zu meinem Vater am Rand geguckt und der hat mir gezeigt, dass ich mich einfach groß machen und vorgehen soll.“ Als das mal entschieden war, war die Aufregung gar nicht mehr so schlimm. „Auf dem Weg zum Elfmeterpunkt wusste ich irgendwie: Den mache ich rein.“ Und so kam es: Henrik guckte den Torwart aus, verwandelte sicher ins rechte untere Eck – und machte sich und seiner Mannschaft damit das beste Geburtstagsgeschenk.
