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ProjekttagSchüler lernen: Computer sind beeinflussbar

Lesezeit 2 Minuten
Projektmitarbeiterin Lisa Mütsch (M) hilft Leonie (l) und Mia beim Programmieren.

Projektmitarbeiterin Lisa Mütsch (M) hilft Leonie (l) und Mia beim Programmieren.

Leverkusen – Auf dem Bildschirm von Jason (12) hüpft eine wildgewordene Ballerina auf dem Mond herum. Ist das Absicht oder ein Programmierfehler? „Absicht!“, sagt Jason und tippt begeistert weiter auf bunte Felder, die die Programmierbefehle darstellen. „Das sieht cool aus.“ Mia tut sich schwerer. Sie versucht, eine Baseballspielerin zu einem Schlag zu bewegen. „Das ist ganz schön schwer“, sagt die Elfjährige, gibt aber nicht auf.

Selbst gestalten

Es ist Projekttag an der Schule an der Wupper, zu Besuch ist die Initiative „Coding for Tomorrow“, die Kindern das Programmieren und die Funktionsweise von Computern näher bringen will. Zuvor hat ihr Lehrer Frank Moog bereits zwei Schulungen durchlaufen, im dritten Teil ist seine Klasse dran. „Uns ist wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass Computer keine starren Maschinen sind, sondern dass man sie selbst gestalten kann“, sagt Patrick Kathöfer, der gemeinsam mit Lisa Mütsch als Trainer des Projekts zum Praxistag an die Förderschule gekommen ist, um Moog zu unterstützen. „In unseren Schulungen können wir den Lehrern viel zeigen, aber genauso wichtig ist es, dass sie in ihrer Schule mit den hier gegebenen Mitteln klar kommen.“

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In den Schulungen, die im Medien-Studio am Goetheplatz stattfinden, wird zum Beispiel viel an Tablets gemacht. Die gibt es an der Schule an der Wupper (noch) nicht. Schulrätin Nicole Gatz verspricht aber, dass hier Besserung in Sicht sei, schließlich sei der Digitalpakt beschlossen und die Genehmigungsverfahren auf dem Weg. Gerade im Sinne der Bildungsgerechtigkeit ist es ihr wichtig, dass das Projekt, das für alle Grund- und weiterführenden Schulen offen ist, auch an der Förderschule haltmacht. „Wenn es einen selbst mitreißt, merkt man, dass das auch mit den Schülern funktionieren kann“, berichtet Lehrer Moog von den Schulungen. Er habe schon viele neue Ideen für einen digitaleren Unterricht.

Effektive Zusammenarbeit

„Coding for Tomorrow“ ist eine Initiative der Vodafone-Stiftung, die eine Kooperation mit dem Kommunalen Bildungsbüro Leverkusen eingegangen ist. „Das war das kürzeste und effektivste Gespräch, das ich je hatte“, lobt Andrea Zinnlauf von der Vodafone Stiftung die reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Bildungsbüro. Ziel des Programms ist es, möglichst viele Schulen und Lehrer einzubinden. „So lange sie noch Schulen haben, machen wir weiter“, sagt Zinnlauf.

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