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Musik- und KunstschuleLeverkusens Bildungspolitiker sehen Gebührenerhöhung kritisch

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Proteste gegen Kürzungen an der Musikschule - nun sollen auch noch die Gebühren angehoben werden

Proteste gegen Kürzungen an der Musikschule – nun sollen auch noch die Gebühren angehoben werden

Im Bildungsausschuss gab es Nachfragen und mahnende Worte zur geplanten Gebührenerhöhung für Musik- und Kunstkurse.

Der Bildungsausschuss hat der geplanten Gebührenerhöhung für Kurse an der Musik- und Kunstschule Leverkusen mehrheitlich zugestimmt. Allerdings nicht ohne Nachfragen und mahnende Worte. „Wir waren zunächst überrascht, das ist für viele Familien eine Belastung“, sagt Anja Koppen als frisch vereidigte neue Vertreterin der Stadtschulpflegschaft im Bildungsausschuss. Letztlich habe die Elternvertretung sich nach einem Telefonat mit Musikschulleiter Matthias Fromageot aber dafür entschieden, dem zuzustimmen. Die Erhöhung ist auch notwendig, um Gehälter und Honorare der Fachkräfte anzupassen. „Wir sehen das auch so, dass Lehrkräfte auskömmlich bezahlt werden müssen. Sie sind nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen.“ Daher sollte alles dafür getan werden, die Kräfte langfristig zu halten. Dennoch bittet Koppen darum, weitere Anpassungen „mit Blick auf Familien mit Augenmaß vorzunehmen“.

Steigerung um bis zu 156 Prozent

Nach dem Vorschlag der Stadtverwaltung soll die Gebühren der Musik- und Kunstschule zum Jahresbeginn 2027 steigen: im Musikbereich durchschnittlich um 8,54 Prozent, bei Kunstkursen je nach Dauer um bis zu 156 Prozent. Hinzu kommen Materialkostenbeiträge. Die Kunsthonorare werden auf bis zu 55,20 Euro je 60 Minuten angehoben. Bei Musiklehrkräften bleibt der bisherige Höchstsatz zunächst unverändert, die automatische Tarifanpassung entfällt.

Fromagot versichert vor dem Bildungsausschuss, dass die Musikschule die Belastung für Eltern im Blick habe und bei finanziellen Problemen auch interne Lösungen finden würde. Gerade für jene Familien, die knapp über den Bemessungsgrenzen für staatliche Hilfen und einem damit verbundenem Gebührenerlass liegen. „Wir haben Stiftungsmittel und einen Förderverein, den wir gezielt ansprechen können. Aber die Leute müssen mit mir reden“, sagt Fromagot. 

Keine Staffelung nach Einkommen

Nach Einkommen gestaffelte Gebühren, wie sie Claudia Schulte (Grüne) vorschlägt, lehnt er allerdings ab: „Dafür bräuchten wir eine eigene Prüfstelle, das Geld gebe ich lieber für den Unterricht aus.“ Dem stimmt Schulte zu.

Rüdiger Scholz betont, dass die Anhebung der Lehrer-Honorare im Kunstbereich zwingend notwendig sei: „Förderung vom Land bekommt man nur noch, wenn gewisse Honorare erreicht werden.“

Bei Gegenstimmen von Linken und AfD stimmt der Bildungsausschuss mehrheitlich für die neue Gebührenordnung.