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Prügelei an OsternFestgenommener wieder auf freiem Fuß – Opladener Bar ist versiegelt

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Ein Polizeifahrzeug fährt mit Blaulicht an einem Gebäude vorbei.

Ein Polizeifahrzeug fährt mit Blaulicht an einem Gebäude vorbei (Symbolbild)

Nach der Massenschlägerei im Zuge einer Familienfeier in einem Lokal in der Uhlandstraße ist ein vorläufig Festgenommener wieder auf freiem Fuß.

Ein junger Mann, den die Polizei in der Nacht auf Ostermontag nach einer Massenschlägerei in der Opladener Shisha-Bar „Views“ festgenommen hatte, ist wieder auf freiem Fuß. Das verfügte der Haftrichter in Köln, dem der 25-jährige Deutsche am Ostermontag vorgeführt wurde.

Der Einsatz hatte am Ostersonntagabend gegen 23 Uhr in der Uhlandstraße begonnen und hatte sich über siebeneinhalb Stunden bis zum frühen Ostermontag gegen 6.25 Uhr hingezogen. Zeitweise waren dort 150 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Drei Beamte wurden dabei leicht verletzt, als Anwesende auf sie losgingen. Grund für den Einsatz war zunächst die Lautstärke, mit der in dem Lokal gefeiert wurde. 

Nachdem die Polizei die Party wegen des Krachs beenden wollte, verriegelten Feiernde die Tür der Bar von innen. Daraufhin soll es auch unter den Feiernden in der Bar zu Gewalttätigkeiten gekommen sein. Die Ursache dafür sei weiter unklar und Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zur Herkunft der weiteren Tatbeteiligten wollten sich die Polizei auf Anfrage nicht äußern. 

Polizei untersucht mehrere Tatvorwürfe

Wie viele der Feiergäste verletzt wurden, sei ebenfalls noch nicht ermittelt, so der Sprecher der Kölner Polizei. Die Beamten untersuchen gleich mehrere strafbare Tatvorwürfe: Es geht um Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung. 

Fabian Stiens, Eigentümer von Scala-Kino und Scala-Club ein paar Schritte weiter in der Uhlandstraße, berichtete im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit dem Verhalten oder der Lautstärke der Gäste der Shisha-Bar gegeben habe. In der jüngeren Vergangenheit hätten immer wieder auch Mitglieder stadtbekannten Großfamilie die Lokalität für Feiern gemietet. Auch am Nachmittag des Ostersonntag seien Familienmitglieder mit Vorbereitungen für die Party am Abend beschäftigt gewesesen.

Die Betreiber der Shisha-Bar hätten sich immer wieder nicht an die Regeln gehalten und zum Beispiel abends nach Aufforderung von Polizeibeamten zwar die bodentiefen Fenster der Bar geschlossen und den Betrieb nach innen verlegt, aber kaum, dass die Beamten weg waren, die Fenster wieder geöffnet. „Die haben Spielchen mit der Polizei gespielt“, so Stiens. „Ich habe nichts gegen Shisha-Bars, aber man kann sich ja an die Regeln halten.“ Die Klientel der Bar habe mitunter Gäste des Scala belästigt. Bargäste seien mit ihren PS-starken Autos mit laut aufheulenden Motoren durch die Uhlandstraße gefahren. 

Er wisse vom neuen Eigentümer des Gebäudes, in dem die Bar liegt, dass der dem Pächter der Bar eigentlich bereits zum 1. Januar dieses Jahres gekündigt habe, so Stiens. Der Streit zwischen Vermieter und Pächter über den Auszug liege mittlerweile beim Amtsgericht.

Am Mittwoch war die Shisha-Bar in der Uhlandstraße polizeilich versiegelt. Stiens: „Ich bin froh, dass das jetzt ein Ende hat.“