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Neue Bahnstadt2020 bringt Durststrecke für Autofahrer

Lesezeit 3 Minuten
Die Fahrbahnen im ZOB sind fertig, die Bahnsteige folgen. Auf dem Baufeld dahinter könnte die Stadtverwaltung neue Büros bauen.

Die Fahrbahnen im ZOB sind fertig, die Bahnsteige folgen. Auf dem Baufeld dahinter könnte die Stadtverwaltung neue Büros bauen.

Leverkusen – Die Baustelle ist nach Opladen hinein gerückt, der neue Zentrale Omnibusbahnhof nimmt sichtbar Formen an und zwischen Bahngleisen und Europaring sowie der Neustadt tut sich 2020 so einiges. Das macht offensichtlich neugierig, denn als Bahnstadt-Chefin Vera Rottes und ihr Aufsichtsratsvorsitzender Paul Hebbel am Mittwochabend in die Bahnstadt-Info am Busbahnhof einluden, um ihr Arbeitsprogramm für das angelaufene Jahr zu erläutern, war der Laden rappelvoll und die Plätze reichten nicht aus für die vielen Besucher, die gespannt zuhörten und gezielt nachfragten.

Alles im Zeitplan

Zum Beispiel beim Zentralen Omnibusbahnhof („ZOB“), dessen Fahrbahnen inzwischen fertig sind, die Bahnsteige aber noch auf Pflasterung und Überdachung warten. Die Ausschreibung laufe, versprach Rottes. Zwar erscheine die Baustelle im Moment sehr ruhig, doch sei noch alles im Zeitplan, der die Inbetriebnahme im Oktober festschreibt.

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Bis dahin muss auch das Fahrradparkhaus fast fertig sein, das im Inneren der Bahnhofsbrückenrampe 310 bewirtschaftete und 100 kostenfreie Abstellplätze bieten soll. Denn im Oktober wird der bisherige Busbahnhof abgerissen, beginnen die Erdarbeiten für das Bauvorhaben Bahnhofsquartier.

Aufregerthema Parkplätze

Spätestens dann fällt die Parkmöglichkeit für gut 180 Autos auf dem Freigelände am Westende der Bahnhofsbrücke weg. Womit man bei dem Aufregerthema des Abends war: Parkplätze am Bahnhof und in Opladen überhaupt. Von einer „Durststrecke“ in Sachen Parkplätze sprach Vera Rottes, von „spürbaren Engpässen“, einem bis 2023 „deutlich reduziertem Angebot“ und dass das Parkraumkonzept der Stadt wohl doch einmal zu überdenken sei. Eine Bürgerbefragung oder eine Verkehrszählung, wie sie der FDP-Ratsherr Friedrich Busch auf eigene Faust unternommen hatte, könnten da hilfreich sein.

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Den Verkehrsfluss spürbar verbessern soll die Inbetriebnahme der restlichen Europa-Allee im Mai. Allerdings muss zu deren Anschluss im Süden noch der Kreisverkehr an der Einmündung zur Robert-Blum-Straße gebaut werden, dessen Dimensionen jetzt bereits in der Örtlichkeit mit Farbe markiert sind.

Bahnstadt-Besuche

Zu Führungen durch die Neue Bahnstadt Opladen lädt die Projektgesellschaft auch in diesem Jahr wieder ein. Treffpunkt zum Start der moderierten Spaziergänge ist jeweils um 17 Uhr das Ostende der Campusbrücke an der Werkstättenstraße, und zwar am 10. März, 16. April, 4. Juni, 20. August, 17. September und 8. Oktober. Am Sonntag, 10. Mai, wenn die Bahnstadt wieder ihr Brückenfest feiert, gibt es mehrere Führungen durch das Quartier. (ger)

Für Radfahrer könnte dann die alte Bahnallee und in der Fortführung die Humboldtstraße und Robert-Blum-Straße zur Fahrradstraße umgewidmet werden, stellte Rottes mal so als Idee in den Raum. Opladen Plus hatte auch schon angeregt, dies näher zu untersuchen.

Nicht mehr ganz im Zeitplan liegt der Bau des Brückenparks am Westende der Campusbrücke. Der Stahlbau ist dort im Verzug, so dass die Rampe statt im Mai wohl eher im September fertiggestellt werden kann. Bis dahin sind auch die neuen Wohnhäuser im Bau, die im Westabschnitt der Bahnstadt 500 neue Wohnungen bieten werden.

Einen erfreulichen Fortschritt für die Bahnstadt vermeldet Paul Hebbel mit der Gestaltung des Angers und der Eröffnung der benachbarten Gaststätte „The Station“. Mit der Eröffnung eines weiteren Restaurants mit Biergarten im Herbst entstehe dort eine anspruchsvolle Gastronomie-Meile, ein Platz der Begegnung.

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