Abriss, Neubau, Verschiebungen - die Sanierung der Gezelinschule hat eine bewegte Vorgeschichte. Nun soll es aber wirklich losgehen.
Neuer Anlauf in LeverkusenNeubau der Schlebuscher Gezelinschule soll 2025 endlich starten

Ein provisorisch errichtete Feuertreppe ziert die Gezelinschule seit Jahren.
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Die Sanierung der Schlebuscher KGS Gezelinschule hat eine lange Vorgeschichte. Es war das Jahr 2009, als die Stadt den Sanierungsbedarf feststellte, rief Bernhard Marewski (CDU) im Schulausschuss noch einmal ins Gedächtnis. 2018 entschied sich die Stadt zunächst für einen Abriss des maroden Gebäudes auf dem recht kleinen Grundstück direkt an der viel befahrenen Bergischen Landstraße, um die beliebte Grundschule an anderer Stelle wieder aufzubauen. Dagegen gab es massiven Protest - mit Erfolg. Die Schule soll an ihrem Standort bleiben.
Kostensteigerung um fast das Doppelte
Schon Ende 2019 lag ein recht verheerendes bauliches Gutachten vor: Die Decken seien in einem problematischen Zustand, die Brandschutzmängel ernstzunehmend. Ein provisorischer Treppenturm wurde errichtet. Und Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. Das Ergebnis stand im August 2020 fest: Die Schule soll im Betrieb auf dem bestehenden Gelände sukzessive neu gebaut und abgerissen werden. Kostenpunkt: Rund 19 Millionen Euro.
Das sind knapp 20 Jahre von der Erkenntnis bis zur Umsetzung
Dann kam das Hochwasser, von dessen Schäden andere Schulen dringend befreit werden mussten, die Gezelinschule rückte in der Prioritätenliste zurück. Nun folgt ein neuer Anlauf, der aktuell den betreffenden Gremien vorgelegt wird: Bis Juli 2023 soll die Entwurfsplanung stehen, die eine Änderung vorsieht, wodurch mehr Schulhoffläche und Bäume erhalten bleiben könne. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2025 vorgesehen, die Fertigstellung bis Ende 2027. Kostenpunkt: Knapp 37 Millionen Euro, fast das Doppelte der Planung von vor zwei Jahren. „Und knapp 20 Jahre von der Erkenntnis bis zur Umsetzung“, mault Marewski.
