Als die Kinder des Unterstufenchores auf der Bühne stehen, passt ihr Äußeres – knallbunte Pullover – bestens zu diesem Konzert, weil es nämlich mit einem ebenso knallbunten Programm aufwartet. Das, was sie im „Gespensterlied“ singen – etwas von „Gruselliedern“ – passt hingegen nicht, denn: Die Musik an diesem Abend im Erholungshaus ist alles andere als gruselig. Im Gegenteil: Sie ist eines Neujahrskonzertes wie diesem absolut würdig. Besser, euphorischer und rasanter kann man ein neues Jahr nicht beginnen als es die vielen Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums gut zwei Stunden lang tun.
Viele verschiedene Konstellationen
Und zwar in vielen verschiedenen Konstellationen. Da ist das so genannte Vororchester unter der Leitung von Marie Zernack, dessen Nachwuchs-Musikerinnen und -Musiker den Musikreigen mit einer knackigen Version von „Billie Jean“ beginnen. Michael Jackson trifft Klassik – das funktioniert. Köpfe wippen im Takt. Und der Grundstein der Begeisterung im ausverkauften Saal ist gelegt. Da ist zudem die Musik-Sing-Klasse der 5a und ihre Version der „Ode an die Freude“ von Beethoven.
Das Solo des Sechstklässlers Konrad Adam auf der Trompete, das ein kleines Versprechen sein könnte der Art: Vielleicht stehe ich in zehn Jahren einmal bei einem eigenen Konzert hier, in der guten Stube der Bayer-Kultur, auf der Bühne. Ferner das Solo der Sängerin Maribel Mieczynski aus der 9d. Der „Leverkusen Blues“. Der Auftritt des Schulorchesters. Des Schulchores. Oder eben die famose Darbietung des Unterstufenchores, der zu Beifalls-Raketen und grellen Applaus-Pfiffen führt.

Die Jugendlichen des von Bar Avni geleiteten Percussion-Workshops musizierten unter anderem mit Plastikbechern.
Copyright: Andreas Korb
Dirigentin Bar Avni mischt mit
Da das Konzert Teil des von Bayer initiierten „Früh-Start“-Förderprogrammes ist, mischt aber auch die von der Konzern-Kulturabteilung protegierte Dirigentin der Bayer Philharmoniker mit: Bar Avni. Sie hat mit einigen Jugendlichen in einem Workshop ausgeklügelte Percussion-Parts einstudiert, die diese knallend und zackig und mitreißend vorführen – unter anderem mit Plastikbechern. Das ist absonderlich schön und spannend und somit ganz im Geiste des Sinnes und der Aufgabe von Musik.
Und auch wenn dann am Ende alle Schülerinnen und Schüler von der Bühne abgetreten sind: Es wird weitergehen. Denn die Kooperation zwischen dem Gymnasium und der Bayer-Kultur, die dieses Konzert in diesem Rahmen letztlich ja erst ermöglichte, wird fortgeführt.
