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ProzessLeverkusener an Kokainhandel beteiligt gewesen zu sein

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Wuppertal Landgericht. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv

Wuppertal Landgericht. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv

Der Angeklagte soll darüber hinaus auch in den europaweiten Handel mit Marihuana verwickelt sein.

Vor dem Landgericht Wuppertal beginnt am Dienstag, 31. Oktober, ein Prozess gegen insgesamt sechs Angeklagte, die als Bande gemeinsam mit Kokain und Marihuana in großem Stil gehandelt haben sollen. Einer der Angeklagten ist der 47-jährige Ugur N. (Name geändert). Der Mann ist zwar in Neuss gemeldet. Aber sein familiäres Umfeld ist in Leverkusen beheimatet und auch N. selbst soll in Leverkusen leben. N. soll sich laut Anklageschrift spätestens vor knapp zwei Jahren mit drei weiteren Angeklagten zusammengetan haben, um mit Kokain aus Kolumbien zu handeln.

Der 47-Jährige soll dabei gemeinsam mit einem anderen Mann Scheinfirmen gegründet haben, um auf diese Weise Lieferadressen für scheinbar harmlose Sendungen aus dem südamerikanischen Land zu haben. Dabei flog einer der Männer dieses Quartetts nach Kolumbien und versuchte im November 2021, eine präparierte Tauchbrunnenpumpe, in deren Metallzylinder 15 Kilogramm Kokain versteckt waren, nach Deutschland zu versenden. Allerdings flog das Ganze am Flughafen von Bogotà, der Hauptstadt Kolumbiens, auf und die Pumpe wurde sichergestellt. 

Kokain steckte in Kaffeepaketen

Daraufhin verlegte sich der nach Südamerika gereiste Angeklagte auf eine andere Masche und präparierte im Dezember 2021 fast 100 Pakete Kaffee mit einem Kaffee-Kokaingemisch, das fast zwei Kilogramm reinem Kokain entsprach. Die Lieferung ging nach Mayen in die Eifel und kam dort wohl auch an. Eine weitere präparierte Kaffee-Lieferung mit fast 9,5 Kilogramm Kokain fiel im Januar 2022 allerdings dem Zoll am Flughafen Köln/Bonn auf.

N. soll der Anklageschrift zufolge außerdem mit einem der weiteren fünf Angeklagten im Dezember 2021 beschlossen haben, auch in den Marihuana-Handel einzusteigen. Dabei ging es unter anderem um den Transport von insgesamt mehr als einer halben Tonne Marihuana aus Spanien nach Deutschland. Das Landgericht Wuppertal hat für den Prozess insgesamt 22 Behandlungstage bis Februar 2024 terminiert.