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Razzia bei „Hells Angels“Außer dem Namen gibt es wohl nur wenige Bezüge nach Leverkusen

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HANDOUT - 28.04.2026, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Sichergestellte Gegenstände und Bargeld liegen auf einem Tisch. Bei den Razzien gegen «Hells Angels»-Rocker in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittlungsbehörden u.a. Waffen und Vermögenswerte sichergestellt. Foto: Polizei Düsseldorf/

Sichergestellte Gegenstände und Bargeld liegen auf einem Tisch. Bei den Razzien gegen Hells Angels-Rocker in Nordrhein-Westfalen haben die Ermittlungsbehörden Waffen und Vermögenswerte sichergestellt, unter anderem Motorräder.

Der Rockerclub Hells Angels MC Leverkusen“ scheint, abgesehen vom Namen, nicht viel mit der Stadt Leverkusen zu tun gehabt zu haben.

Der am Dienstag verbotene Rockerclub „Hell Angels Motorcycle Club Leverkusen“ hatte offenbar außer dem Namen nicht viel mit Leverkusen zu tun. Die Rocker hatten zum Beispiel kein Vereinsheim in Leverkusen. Man traf sich offenbar in Langenfeld, zuerst in einer Shisha-Bar und dann in einer Auto- und Motorradwerkstatt an der Hans-Böckler-Straße.

Der Club soll mit Schutzgeld-Delikten, Erpressungen und Nötigungen, meist nördlich von Leverkusen, in Verbindung stehen. Mettmann, Langenfeld und Monheim sollen in den Unterlagen häufiger als Tatorte genannt werden, in Leverkusen soll es aber auch Aktivitäten gegeben haben, etwa in Rheindorf-Nord.

Weshalb sich der Rockerclub „Leverkusen“ nannte und  in Langenfeld ansässig war, wo auch der am Dienstag inhaftierte Chef der Bande gewohnt haben soll, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht spielt dabei eine Rolle, dass Leverkusen zum Gebiet der Kölner Polizeibehörde gehört, Langenfeld aber ein Bezirk der Kreispolizeibehörde Mettmann ist. Federführend in der Razzia am Dienstag war das Düsseldorfer Polizeipräsidium.