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RheindorfEin großer Tag der Vielfalt an der Gesamtschule

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Nanni Przibylla, Frederik Podschun und Lamby Georgopoulos 8v.l.) mit der LGBTQ- und Trans-Pride-Flagge.

Projekttag zur geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt an der Käthe-Kollwitz-Schule in Leverkusen-Rheindorf: Nanni Przibylla, Frederik Podschun und Lamby Georgopoulos (v.l.) halten die LGBTQ- und Trans-Pride-Flagge hoch.

An der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf arbeiteten die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang in Workshops zum Thema „Diversität und Inklusion“.

Es hat sich Einiges getan an Schulen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten. Was früher noch „Interkulturalität“ oder „Interreligiösität“ hieß und das Wertlegen auf ein Miteinander von Schülerinnen und Schülern jeglicher Herkunft bedeutete, umfasst heute so viel mehr: Herkunft, Religion, Geschlecht, sexuelle Orientierung. Das Leben ist vielfältiger geworden. Das Zusammenleben in Toleranz, Respekt und Achtung noch wichtiger. Und nicht zuletzt die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Rheindorf legt Wert darauf, dass alle ihre Kinder, Jugendlichen und Lehrenden sich dieser Maxime konsequent verschreiben. 

Zum Beispiel durch einen und an einem Projekttag zum Thema „Diversität und Inklusion“, wie er jüngst an der Deichtorstraße stattfand. Organisiert unter anderem von Lamby Georgopoulos und Nanni Przibylla gab es an diesem Tag keinen Unterricht, sondern jede Menge Workshops in denen sich die Schülerinnen und Schüler explizit mit entsprechenden Themen auseinandersetzen konnten. Bis zu drei Veranstaltungen nacheinander konnten besucht werden. Eine geballte Beschäftigung mit Themen, die – leider – zeitlos sind und den Grundstein für Sozialkompetenzen legen.

Arten von und Kampf gegen Ausgrenzung

Alexandra und Linda aus der 7. Klasse waren jedenfalls angetan von diesem Konzept, das natürlich bestens passt zu einer Schule wie ihrer. Die Rheindorfer Gesamtschule wurde vor Jahren schon als einer der ersten in Leverkusen von der Landesregierung für ihr Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung und zuletzt als „Offene Schule der Vielfalt“ ausgezeichnet. Die beiden saßen zusammen und sammelten auf einem Arbeitsblatt Gründe für, Arten von, Erfahrungen mit und Handlungsmöglichkeiten gegen Ausgrenzung – nicht zuletzt wegen der eigenen sexuellen Ausrichtung. „Es ist wichtig, darüber nachzudenken“, betonte Alexandra. Und es sei gut, dass an Tagen wie diesen der Unterricht einmal dafür ausgelassen werde.

Im Raum nebenan taten es ihnen Bouhjira und Ameti, ebenfalls Siebtklässler, gleich und diskutierten angestrengt miteinander und mit den anderen im Raum. Sie selber hätten zwar glücklicherweise bis auf ein paar Sprüche wegen der vermeintlich „falschen“ Wahl von Schuhwerk, Jacke, Shirt noch keine schlimmen Fälle von Diskriminierung erlebt. Aber die gebe es ja. „Deshalb ist sowas wie heute sehr gut“, sagte Ameti.

Viele abgespulte Kilometer

Wie gut der Projekttag angenommen wurde von den insgesamt 1100 Kindern und Jugendlichen der Gesamtschule, war letztlich vor allem an Georgopoulos zu sehen: Er spulte gefühlt Kilometer ab zwischen den Werkräumen, Klassen sowie dem Treff- und Infopunkt im Foyer der Schule. Und er trug dabei nicht nur ab und an für ein von Frederik Podschun geschossenes Foto die LGBTQ- und Trans-Pride-Flagge der sexuellen Vielfalt in der Hand – sondern auch ein stetes Lächeln im Gesicht.