Die Teilnehmer einer Exkursion von Nabu und BUND wurden am vergangenen Sonntag Zeugen eines äußerst seltenen Besuchs in der Stadt.
Seltener GastWiedehopf am Stadtrand von Leverkusen gesichtet

In Leverkusen wurde ein Wiedehopf gesichtet, ein seltener Gast in der Stadt.
Copyright: Hans-Martin Kochanek
Kein anderer Singvogel in unseren Breiten hat einen derart prächtigen Federputz auf dem Kopf. Und der Wiedehopf, der am Sonntag, 30. August, vor den Augen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Exkursion von Naturschutzbund und BUND, in Leverkusen zu Besuch war, zeigte dann auch direkt, wie beeindruckend er seine Federn zu einem Kamm aufstellen kann.
Für Leverkusen ist die Sichtung dieses auffällig gefärbten Vogels eine besondere Rarität, teilten die beiden Naturschutzorganisationen im Anschluss mit. „Seit 26 Jahren kenne ich den Bereich Kurtekotten und habe dort noch nie einen Wiedehopf gesehen“, berichtet der Leiter der Exkursion, der Vogelkenner Daniel Duff.

Der Wiedehopf ist in diesen Wochen auf dem Zug in Richtung Süden.
Copyright: Hans-Martin Kochanek
Grundsätzlich mag der Wiedehopf der Sonne ausgesetzte, spärlich mit Bäumen oder überhaupt Bewuchs bestandene Lebensräume. Insofern vielleicht kein Zufall, dass der Singvogel ausgerechnet am Kurtekotten mit seinen sandigen Böden und wenigem Baumbewuchs Rast gemacht hat. Der Wiedehopf ist in diesen Wochen in Richtung Süden unterwegs, weil er im Winter hier wegen der tiefen Temperaturen und fehlender Nahrung nicht überleben könnte.
Er überwintert in Ländern südlich der Sahara und in Ostafrika und kommt im April nächsten Jahres wieder nach Europa zurück. „Eine solche Beobachtung hier am Stadtrand von Leverkusen hat einen ganz besonderen Wert. Gerade bei seltenen Arten sind solche Nachweise wichtig, um die Entwicklung und Verbreitung der Vogelwelt besser zu verstehen“, kommentierte der Vorsitzende des Nabu Leverkusen, Hans-Martin Kochanek, die Sichtung. (ps)

