Vier öffentliche Grillflächen gibt es in der Stadt. Doch wenn’s zu heiß und trocken ist, darf auch dort nicht gegrillt werden.
Sommer in LeverkusenStadt weist auf Regeln fürs Grillen auf öffentlichen Flächen hin

Angelika Orttmann, Jobservice Leverkusen, Anika Hagt, Avea-Geschäftsführerin, Brandoberinspektor Jörg Hempel und Marcus Richter vom Kommunalen Ordnungsdienst (v. l.) beim Grillen auf der Wupperwiese
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Graslandfeuerindex – dieses Wort sollten sich Freunde des gepflegten Grillens am Baggersee in Hitdorf oder Manfort, an der Wupper in Opladen oder am Ophovener Weiher in Schlebusch merken. Denn wenn der Stufe 4 erreicht ist, gilt auch für diese ausgewiesenen öffentlichen Grillflächen: Grillen verboten. Zu finden ist der Index auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes, wo der Wert für den Flughafen Köln/Bonn angegeben ist. Das ist die nächste Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes und deshalb der relevante Wert für Leverkusen.
Am Mittwoch stand der Graslandfeuerindex für den Flughafen auf 3. Kein Problem also für die Stadtverwaltung, zum Grilltermin auf die Wupperwiese an der Himmelsleiter in Opladen einzuladen. Den Dreibeingrill hatte Brandoberinspektor Jörg Hempel schon fachgerecht aufgestellt. Hempel wies darauf hin, dass Einweggrills zwar prinzipiell nicht verboten seien, aber auf jeden Fall eine wärmeisolierende Unterlage benötigen, damit die Vegetation darunter bei ihrer Benutzung nicht durch die Hitze zerstört wird.
Der Grill sollte auf einer ebenen Fläche stabil stehen – fünf Meter vom nächsten Busch, 20 Meter vom nächsten Baum entfernt. Für den Fall, dass Glut die Vegetation rund um den Grill in Brand setzt, sollten ein Eimer Wasser oder Sand bereitstehen. Ein mit Wasser oder Schaum gefüllter Feuerlöscher erfüllt den gleichen Zweck.
Fürs Anfachen der Glut nur feste Grillanzünder benutzen, auf keinen Fall Brennspiritus oder Benzin. Hempel: „Das ist lebensgefährlich.“ Für den Fall, dass jemand sich beim Grillabend trotzdem die Finger verbrennt, sollte immer ein Erste-Hilfe-Set mit Kühlpacks dabei sein. Hempel: „Ist die Verletzung schlimmer, rufen Sie die 112 an.“ Apropos Abend: Auf allen vier öffentlichen Grillstellen gilt – um 22 Uhr ist Schluss.
Dass es beim Grillen trotz Vorsichtsmaßnahmen auf den städtischen Flächen zu unbeabsichtigten Bränden kommt, geschieht gar nicht so selten. Hempel hat im vergangenen, nicht besonders trockenen Sommer allein fünf solcher Brände während seiner Dienstzeiten erlebt.
Nach dem Grillen darf die übrig gebliebene Glut nicht einfach im Boden vergraben oder abgelöscht und liegengelassen werden. Avea-Geschäftsführerin Anika Hagt wies darauf hin, dass der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb an allen vier Grillstellen eigens spezielle Abfallbehälter aufgestellt hat, in die auch noch glühende Grillkohle hineingeschüttet werden kann. Die Behälter leert die Avea regelmäßig. Die anderen haben die Teams des Jobservice Leverkusen auf ihrem Leerungsplan. Sie reinigen die Grillstellen auch professionell. Denn leider gibt es immer wieder Dreckferkel, die eben doch Verpackungs- und sonstige Abfälle einfach auf der Wiese lassen.
Den Grillplatz sauber zu hinterlassen, ist eine der Regeln, an die sich Nutzerinnen und Nutzer halten müssen. Die Mitarbeitenden des Kommunalen Ordnungsdienstes sehen auf den öffentlichen Grillstellen immer wieder nach dem Rechten. Marcus Richter, KOD-Abteilungsleiter: „Wer an einer nicht genehmigten Stelle grillt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 200 Euro.“ Noch teurer wird es übrigens für diejenigen, die meinen, sie könnten den Graslandfeuerindex ignorieren und auch bei Stufe 4 oder 5 noch ihre Würstchen aufs Rost legen und grillen. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 250 Euro.
