Die Altersbezüge von Rentnern und Rentnerinnen sind im Landesvergleich besonders hoch.
StatistikLeverkusener Senioren erhalten die höchste Rente aller kreisfreien Städte in NRW

Ältere Menschen bei der Gymnastik auf dem Fest Leverkusen bewegt (Symbolbild).
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Rentner in der Stadt haben im Jahr 2024 monatlich 1576 Euro ausbezahlt bekommen. Damit haben vor zwei Jahren nur Rentner im Rhein-Erft-Kreis mit 1591 Euro ein etwas höheres Altersruhegeld bekommen als ihre Leverkusener Altersgenossen. Diese Zahlen teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinem aktuellen Rentenreport mit, der auf Zahlen der Deutschen Rentenversicherung basiert. Neuere Daten als die Zahlen aus dem Jahr 2024 liegen nicht vor. Leverkusener Rentner hatten damit die höchsten Bezüge aller Rentner in kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen. Die monatliche Rente lag mit 1575 Euro 176 Euro höher als der Landesdurchschnitt von 1399 Euro.
Die vergleichsweise hohen Renten in der Stadt sind aus Sicht des DGB für die Region Köln/Bonn, zu der auch Leverkusen zählt, „kein Zufall, sondern das Ergebnis einer starken Industrie, guter Löhne und einer hohen Tarifbindung“. Die Stadt Leverkusen und den Rhein-Erft-Kreis verbindet, dass hier wie dort die Chemieindustrie sehr stark vertreten ist. Die Tarifbindung ist mit 78 Prozent im Vergleich zu anderen Branchen sehr hoch.
Auch bei den Rentnerinnen zählen Leverkusenerinnen zu den Frauen in NRW, die die höchsten Monatsrenten beziehen. Sie erhielten 2024 1016 Euro und damit deutlich mehr als der Landesdurchschnitt von 936 Euro. Nur die Frauen im Kreis Mettmann (1029 Euro) und in Wuppertal (1020 Euro) bekamen geringfügig höhere Renten. Auffällig ist allerdings, dass die Renten von Frauen in NRW um ein Drittel unter jenen ihrer männlichen Altersgenossen lagen.
„Leverkusen zeigt, dass gute Tarifverträge und starke Gewerkschaften nicht nur für faire Löhne sorgen, sondern auch für bessere Renten“, kommentierte Jens Scheumer, Vorsitzender des DGB Leverkusen und Betriebsratsmitglied im Chempark, die Zahlen. „Gleichzeitig macht der große Unterschied zwischen den Renten von Frauen und Männern deutlich, dass wir mehr Entgeltgerechtigkeit und eine stärkere Tarifbindung brauchen.“
