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StrohfeuerGroßbrand in der ehemaligen Champignonzucht

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Das Großfeuer in der Champignon-Zucht nahe der Solinger Straße in Rheindorf war 2011 einer der größten Einsätze der Leverkusener Feuerwehr.

Opladen – Die tiefschwarze Rauchsäule, die am Mittwoch kurz nach 13 Uhr über der ehemaligen Champignonzucht an der Solinger Straße zwischen Opladen und Rheindorf aufstieg, war fast vom ganzen nördlichen Stadtgebiet aus zu sehen. Auf dem Hof waren, grob geschätzt, 1500 Kubikmeter Stroh in einer Leichtbau-Lagerhalle in Brand geraten. Es dauerte nach Beobachtungen einer Nachbarin nicht lange und die Flammen schlugen meterhoch aus dem Dach des Lagers. Es gab keine Verletzten, Haustiere kamen auch nicht zu Schaden. Die Polizei sperrte die verqualmte Solinger Straße zwischen Elbestraße und Raoul-Wallenberg-Straße für Stunden ab. Nach und nach krachte das Welldach der Industrie-Scheune herunter. Die Feuerwehr setzte eine Drehleiter und dicke Rohre ein. Die Kunststoffdachrinne war durch die Hitze weich wie Butter geworden und hing herunter wie Spaghetti von der Gabel. Der Einsatzleiter Wolfgang Auweiler sagte, es seien keine nennenswerten Schadstoffe ausgetreten.

Das Feuer zerstörte nicht nur das komplette Strohlager, es fraß sich auch in eine angrenzende Leichtbauhalle, die nicht mit einer Brandschutzmauer vom Lager getrennt war. Darin befänden sich Maschinen und Fließbänder, sagte Einsatzleiter Auweiler. Auch dort entstanden Brandschäden. Wegen des Funkenflugs entzündeten sich zusätzlich noch zwei Misthaufen und die Böschung an der Solinger Straße.

Der Firmeninhaber, der Schweizer Benno Moser, sagte, dass in der Halle gearbeitet worden sei. Man habe dort Maschinen zerlegt, unter anderem mit einer Flex. Ob der dabei normalerweise auftretende Funkenflug zu dem Brand geführt hat, konnte vor Ort noch niemand bestätigen. Moser sagte auch, dass auf dem Hof keine Champignons mehr erzeugt würden, sondern nur noch Substrat für andere Pilzgärtner aus Stroh, Pferde- und Hühnermist hergestellt werde. Die eigentliche Produktionshalle wurde nicht beschädigt. Moser führt die Geschäfte seit über 20 Jahren. Seinen Hofladen will er trotz des Brandes heute wieder eröffnen. Den Schaden konnte er noch nicht berechnen.

Obwohl der Hof auf Langenfelder Stadtgebiet liegt, leistete die Leverkusener Feuerwehr mit 40 Mann die hauptsächliche Arbeit am Brandort. Hilfreich war laut Einsatzleiter Auweiler, dass unter der Solinger Straße eine Hauptwasserleitung liegt. Fürs Löschen von Strohbränden wird viel Wasser benötigt, das bei diesem Langenfelder Brand der Leverkusener Wasserleitung entnommen wurde.