Am 25. November gibt es mit dem Oratorium „Daodejing“ im Forum eine Uraufführung – verantwortlich dafür zeichnet das Leverkusener Ensemble L'arte el Mondo.
Uraufführung im ForumEin Leverkusener Ensemble widmet sich der chinesischen Philosophie

Ein Jahr Probe bis zur Uraufführung: Das Leverkusener Ensemble L'arte Del Mondo um Leiter Werner Erhardt (rechts) führt im Forum das Oratorium „Daodejing“ auf.
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Es ist zweifelsohne ein besonderes Projekt, das da am Freitag, 25. November, im Forum geboten wird: Das Leverkusener Ensemble für Alte Musik L'arte Del Mondo führt das Oratorium „Daodejing“ auf – und steht dabei weder alleine auf der Bühne, noch ist es alleine dafür verantwortlich. Im Gegenteil: Die Vorbereitungen auf den Abend der Aufführung beanspruchten ein ganzes Jahr konzentrierter Arbeit für die Musizierenden und ihren Leiter Werner Erhardt.

Die Musikerinnen und Musiker des Jungen Kammerchors Köln stehen im Forum mit auf der Bühne.
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Beteiligt sind die Kölner Vokalsolisten, der Junge Kammerchor Köln, die beiden chinesischen Musikerinnen Deng Xiaomei und Xu Fengxia, die die traditionellen chinesischen Instrumente Erhu und Guzheng spielen – eine zweisaitige Geige sowie ein Zupfinstrument mit sieben Saiten. Und als Sprecher der aus dem TV bekannte Schauspieler Thomas Thieme (unter anderem „Das Leben der Anderen“, „Babylon Berlin“, „Tatort“).

Die Sängerinnen und Sänger der Kölner Vokalsolisten bestreiten die Uraufführung mit.
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Komponist Karsten Gundermann hat das Oratorium geschrieben
Das Oratorium wurde geschrieben von Karsten Gundermann. Beim „Daodejing“ handelt es sich quasi um eine Sammlung der chinesischen Philosophie, basierend auf 81 kurzen Lehrgedichten, die der Überlieferung nach vor 2500 Jahren niedergeschrieben wurden. Es geht um Sinnfindung, Entschleunigung und Nachhaltigkeit. Um Themen also, die nach wie vor die Welt prägen und von den vielen Protagonistinnen und Protagonisten um L'arte Del Mondo in dieser Form erstmals auf die Bühne gebracht werden. Eine Uraufführung.

Komponist des Oratoriums: Karsten Gundermann.
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Gundermann ist dabei kein Unbekannter: Er studierte Komposition in Dresden, Peking und New York und schuf mit „Die Nachtigall“ im Jahre 1993 eine der bedeutendsten Pekingopern der Gegenwart. Seit jeher setzt er sich als Komponist, Autor und Produzent für Kulturaustausch und Völkerverständigung ein – und beweist das nun exklusiv in Leverkusen einmal mehr auf einer Bühne.

Eine von zwei chinesischen Instrumentalistinnen beim „Daodejing“: Xu Fengxia, die die Guzheng spielt.
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Werner Erhardt: Oratorium als „Weltkulturgut“
Werner Erhardt betont: „Das Daodejing ist vergleichbar mit unserer Bibel. Es ist ein Weltkulturgut, das allerdings in diesen Tagen sowas von hochaktuell ist. Denn es greift die verschiedensten gesellschaftlichen Themen auf: das Zusammenleben. Das eigene Verhältnis zu Hab und Gut. Das Zerstörische der Gier nach Geld und Macht. Die Frage, wie man Konflikte durch frühzeitiges Wahrnehmen, durch Achtsamkeit vermeidet. Kurzum: Wie man menschliches Zusammenleben gestalten kann, für alle.“
Das „Daodejing“-Oratorium wird am Freitag, 25. November, um 19.30 Uhr im großen Saal des Forums aufgeführt. Zuvor wird es gegen 19 Uhr eine Einführung geben. Eintrittskarten zum Preis von 18 bis 31,50 Euro (ermäßigt 10,80 bis 17,50 Euro) sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Theaterkasse im Forum (Am Büchelter Hof 9) sowie unter der Telefonnumer 0214 / 406 4113.
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