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Viele gute EnergieprojekteZwei Leverkusener Schulen und eine Kita ausgezeichnet

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Als Pokal gab es kleine goldene Hubschrauber mit Solarantrieb, wie ihn die dreijährige Enora hier zeigt. 

Leverkusen – Man könnte meinen, Leverkusens Kinder und Jugendliche hätten 2021 zwischen Quarantäne und Homeschooling andere Sorgen gehabt, als die Umweltfreundlichkeit ihrer lange nicht gesehenen Schule. „Ganz im Gegenteil“, sagt Britta Demmer vom Naturgut Ophoven, die das städtische Klimaschutzprojekt „Energielux“ koordiniert. „Es gibt ein ganz großes Bewusstsein in dieser Generation, dass jetzt etwas gegen den Klimawandel gemacht werden muss. Die Kinder haben tolle Idee, die muss man gar nicht anleiten, man darf sie nur nicht bremsen.“

Kioskgutschein fürs Strampeln

Liёl Blumenrath erzählt zum Beispiel von einer Idee, die sie mit Mitschülerinnen der Realschule am Stadtpark hatte: Sie haben Stempelkarten an alle Schüler ausgegeben. Wer mit dem Fahrrad zu Schule kommt, bekommt einen Stempel. „Wer 20 Stempel zusammen hat, bekommt einen Zwei-Euro-Gutschein für den Kiosk“, erklärt die 14-Jährige. Finanziert wird das aus dem Energielux-Geld. Das Konto wurde in diesem Jahr wieder um zusätzliche 500 Euro aufgefüllt, weil die Schule die meisten Punkte in Projekt gesammelt hat. Die Schüler haben außerdem eine Fahrradkarte mit sicheren Schulwegen erstellt, Blühwiesen und Beete angelegt und sammeln leere Plastikstifte, Handys, Batterien und Korken zum Recycling.

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Rund 50 Schulen und Kitas sind bereits Partner des Projekts, 33 haben in diesem Jahr ihre Aktionen dokumentiert. Ausgezeichnet wurde nun auch die Kita Kreuzbroicher Straße, die es sich zum Ziel gemacht hat, Papier und Pappe zu sparen. So konnte sie ihren Papiercontainer von 1100 Liter auf 600 Liter reduzieren. „Mit Papprollen und leeren Milchtüten haben wir beispielsweise eine Kastanienmurmelbahn hergestellt oder Garagen für Spielzeug-Autos, Vogelhäuschen oder Blumentöpfe,“ erklärt eine Erzieherin.

Lehrerin als Avatar

Die Grundschule Bergisch Neukirchen erhielt eine Sonderprämie für ihr virtuelles Klassenzimmer und ihren Upcycling- Wettbewerb, den sie im Homeschooling durchgeführt haben. Lehrerin Katrin Scheffler hat eigens dafür einen digitalen Avatar von sich selbst erschaffen, der den Kindern erklärte, wie in der Schule und zuhause Müll vermieden und Strom gespart werden kann. In einem Wettbewerb konnten die Schüler dann Werke auf die Lernplattform sdui hochladen, sich gegenseitig bewerten und Preise gewinnen.

Energieverbrauch nicht vergleichbar

Neben den Aktionen werden immer auch die Energiesparbemühungen der Schulen und Kitas bewertet. „Da mussten wir in diesem Jahr eine Anpassung machen und haben die Projekte stärker bewertet“, erklärt Demmer. Die Daten der Verbräuche sind schwer mit den Vorjahren zu vergleichen. Zwar wurde im Lockdown viel Energie gespart. „Aber durch den Präsenzunterricht mit offenen Fenstern und häufigem Händewaschen wurde dann auch viel mehr Energie und Wasser verbraucht.“

Und auch das Homeschooling mit großen Datenverkehr verbraucht viel Energie – daraus hat Demmer bereits einen Schwerpunkt gemacht, der in Projekten vor allem mit den älteren Jugendlichen an weiterführenden Schulen thematisiert wird.