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Wahlbezirk 102Schönberger sieht in Kritik aus Mülheim „Egotrip gegen die CDU“

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CDU-Parteivorstand Leverkusen

Leverkusen – Von einem Streit zwischen der Kölner und der Leverkusener CDU könne keine Rede sein. Allein der erfolglose CDU-Bundestagskandidat von 2009, Thomas Portz aus Köln-Mülheim, versuche hier im Alleingang, die Wahlversammlung am Donnerstag, 23. Juni, zu sabotieren. So sieht es der Vorsitzende der Leverkusen Christdemokraten, Frank Schönberger, in einer Reaktion auf Portz’ Vorwürfe, die Leverkusener brächen damit eine vertragliche Vereinbarung aus dem Jahr 2008. Darin stehe, die Versammlung zur Aufstellung des CDU-Kandidaten im Wahlbezirk 102 (Leverkusen/Köln-Mülheim) für die bevorstehende Wahl hätte in Mülheim stattfinden sollen.

Vereinbarung bestritten

Das streitet Schönberger rundheraus ab: „Tatsache ist, dass eine wirksame Vereinbarung über den Veranstaltungsort nicht existiert.“ Das sehe auch der Justiziar der Landes-CDU so, den man dazu befragt habe. Schönberger erinnert an die Vorgeschichte: Nachdem Portz 2009 im Wahlkreis unterlegen war, ging man vor der Kandidatenaufstellung 2013 davon aus, dass er erneut antreten und die Versammlung dazu als „Heimspiel“ auch in Mülheim stattfinden würde.

Doch Portz überlegte es sich kurz davor anders und verzichtete. Die CDU Leverkusen wurde kurzfristig gebeten, die Veranstaltung auszurichten und Kandidaten zu finden. Helmut Nowak wurde aufgestellt, der später über die Landesliste in den Bundestag einzog.

Nowak hat sehr frühzeitig erklärt, dass er 2017 erneut kandidieren will. Es gelte nun, so Schönberger, diese Kandidatur auf eine solide Basis zu stellen und nicht erneut eine Nominierung mit heißer Nadel stricken zu müssen.

Der Kreisvorstand der CDU Köln, in dieser Frage der einzig richtige Ansprechpartner, da die CDU Mülheim keine eigene Rechtspersönlichkeit sei, habe sich mit diesem Vorgehen einverstanden erklärt, betont Schönberger. Dort gebe es keine Absicht, die Versammlung in Mülheim zu veranstalten – und es gebe auch keine Kandidaten aus dem Stadtbezirk Mülheim. Es handele sich also um „einen Egotrip des Dr. Portz gegen die CDU Leverkusen“. Dafür finde er weder in Leverkusen noch in Köln Freunde in der CDU. (ger)