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Wegen BrückensperrungTeam der Mondorfer Fähre berichtet von Gewaltandrohungen

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Zwei Fähren begegnen sich auf dem Rhein.

Seit der Sperrung der Nordbrücke ist die Mondorfer Fähre mit zwei Schiffen im Einsatz (Foto vom 4. August 2026). 

Seit der Sperrung der Bonner Nordbrücke ist die Mondorfer Fähre stark ausgelastet. Nun berichtet das Team von Gewaltandrohungen.

Seit der Sperrung der Bonner Nordbrücke sind die Wartezeiten für viele Pendlerinnen und Pendler zum Alltag geworden. Auch bei der Mondorfer Rheinfähre ist die angespannte Verkehrslage deutlich zu spüren. Mit zwei Schiffen ist das Unternehmen derzeit im Dauereinsatz – und erlebt dabei offenbar nicht nur Geduld, sondern zunehmend auch Aggression.

Das Fährteam hat sich deshalb mit einem „Anliegen in eigener Sache“ auf Facebook an die Fahrgäste gewandt. Darin schildert es, dass es inzwischen sogar zu Gewaltandrohungen gegen Mitarbeitende komme.

Mondorfer Fährteam: „Werden wir nicht mehr tolerieren“

Die Rheinfähre Mondorf ist seit der Sperrung der wichtigen Autobahnbrücke (A565) mit zwei Schiffen im Dauereinsatz, um den Ausweichverkehr abzufangen. Sie pendelt zwischen Niederkassel-Mondorf und Bonn-Graurheindorf.

Weil die Fähre oft ausgelastet ist, sind längere Wartezeiten an der Tagesordnung. Und das sorgt offenbar bei einigen Kunden für Unmut. 

„Wir wissen, dass die Verkehrslage im Moment mehr als angespannt ist“, heißt es auf der Facebookseite der Mondorfer Fähre. „Wir als Fährunternehmen können für diese Situation am wenigsten. Es kommt jetzt vermehrt sogar zu Gewaltandrohungen gegenüber unserem Personal, weil sich nicht an Anweisungen dieser gehalten wird.“

Wenn dort Anweisungen gegeben werden, passiere das nicht aus Spaß, stellt das Fähr-Team klar, es diene nur der Sicherheit und, dass möglichst viele Fahrgäste, in jeglicher Form, bei einer Überfahrt mitkommen.

Facebook-User reagieren schockiert auf Bericht

„Androhungen von Gewalt werden wir nicht mehr tolerieren und machen dann von unserem Hausrecht Gebrauch. Es erfolgt ein Beförderungsverbot mit der Fähre“, kündigt das Unternehmen an. Es fügt aber auch hinzu: „Schön, dass der allergrößte Teil unserer Fahrgäste so nett und wertschätzend ist.“

Der Post wurde bereits über 1200 Mal geliked und mehrfach kommentiert. Alle reagieren fassungslos und danken dem tollen Fährteam. „Richtig so! Ihr müsst euch das nicht gefallen lassen“, schreibt etwa eine Userin. Ein User meint: „Das ist genau der Moment, in dem man merkt: Nicht der Verkehr ist das Problem, sondern manche Fahrgäste, die ihre schlechte Laune ausladen wie Sperrmüll. Wer das Personal bedroht, darf sich nicht wundern, wenn die Fähre ohne ihn ablegt.“

„Unglaublich! Ihr seid so toll, freundlich und nett. Wir sind froh, dass ihr so flexibel und spontan die Situation meistert“, erklärt eine andere Userin stellvertretend für viele andere. (iri)