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Für einen NeubauBergneustadts Heimatverein bekommt 200.000 Euro von der NRW-Stiftung

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Übergabe des Förderbescheids der NRW-Stiftung an das Heimatmuseum Bergneustadt

Die Erweiterung des Heimatmuseums ist seit Montag ein offizielles Förderprojekt der NRW-Stiftung. Stiftungsvorstand Karl Peter Brendel (3.v.r.) und Heimatvereins-Chef Utz Walter (4.v.r.) besiegelten die Zusammenarbeit.

Die Bergneustädter hoffen nun auch auf eine Förderzusage der NRW-Landesregierung. Dann könnte ab dem Frühjahr gebaut werden.

Seit 2017 berät der Heimatverein in Bergneustadt über einen Anbau an das aus allen Nähten platzende Heimatmuseum, also seit fast einem ganzen Jahrzehnt. Am Montag ist die Initiative um ihren Vorsitzenden Utz Walter ihrem Wunsch einen großen Schritt nähergekommen: An der Wallstraße sagte Vorstand Karl Peter Brendel die Unterstützung seiner NRW-Stiftung für die Erweiterung des Heimatmuseums zu – aus Düsseldorf werden damit 200.000 Euro in das Vorhaben fließen.

Lob für den Bergneustädter Eifer rund um die Heimatgeschichte

Eine kleine Feierstunde gestern Mittag nutzte Brendel, um auch persönlich und vor Ort zu betonen, dass er das Stiftungsgeld in der Bergneustädter Altstadt ausgezeichnet angelegt sieht: „Heimatgeschichte zu fördern, macht vor allem in diesen Zeiten Sinn, in denen man sich auf nicht mehr viel verlassen kann.“ Der Stiftungsvorstand lobte zudem den ehrenamtlichen Eifer, mit dem die Bergneustädter ihre Historie aufarbeiteten – nicht zuletzt jene Begeisterung sei für die Entscheidung der NRW-Stiftung maßgeblich gewesen.

In die gleiche Kerbe schlug auch Bergneustadts Bürgermeister Matthias Thul, der den Gast mit Zahlen von regelmäßig über 6500 Menschen beeindruckte, die das Museum jährlich besichtigen. „Wir haben die Menschen hier, jetzt geht es darum, die Räumlichkeiten zu erweitern“, so Thul.

Neubau soll Grundfläche des Bergneustädter Heimatmuseums verdoppeln

Aus Engelskirchen war gestern auch Architekt Ralf Rother angereist, der zusammen mit dem Vereinsvorstand erste Überblicke über den Anbau vorstellte. So wird der Neubau rechts vom bestehenden Haupthaus mit knapp 300 Quadratmetern die Grundfläche im Erdgeschoss des Museums verdoppeln. Wer den Neubau betritt, gelangt zunächst in ein Foyer, das den Blick auf das Fachwerk des angrenzenden Museums lenkt.

Durch einen Ausstellungsraum und einen Multifunktionsraum, der sowohl für Veranstaltungen wie auch für Zusammenkünfte der Vereinsmitglieder gedacht ist, gelangt man in einen Innenhof. Die Verbindung zwischen beiden Gebäude wird über bereits bestehend Öffnungen in der Wand des Heimatmuseums geschaffen. „Zum Beispiel im Trauzimmer kann man das bereits erahnen“, erklärte Rother.

Heimatgeschichte zu fördern, macht vor allem in diesen Zeiten Sinn, in denen man sich auf nicht mehr viel verlassen kann.
Karl Peter Brendel, Vorstandsmitglied NRW-Stiftung

Erklärtes Ziel des Neubaus ist die Barrierefreiheit, an der es in den bestehenden Mauern hapert. Davon sollen aber nicht nur die Museumsbesucher profitieren: Der Neubau wird auch Toiletten beherbergen, die allen Besuchern der Bergneustädter Altstadt offenstehen sollen. Details, das betonte Architekt Rother aber auch, müsse man noch mit den Denkmalschützern besprechen.

Für Utz Walter und den Heimatverein war die gestrige Förderzusage jedenfalls noch weit mehr als ein dicker Beitrag zum Gesamtprojekt. Den größeren Teil der Neubaukosten, so spekulieren die Bergneustädter, soll nämlich das NRW-Heimatministerium übernehmen. So richtig in Gang kommt man in Düsseldorf in der Sache allerdings noch nicht. Die Beteiligten waren sich gestern aber einig, dass es kaum eine bessere Referenz gebe als die Förderung durch die NRW-Stiftung.

Das bestätigte auch Ralf Rother nach seinen Erfahrungen mit dem Engelmuseum in Engelskirchen. Geht es nach Walter und Rother, soll der Rahmen im kommenden Frühjahr so weit geklärt sein, dass mit dem Bau begonnen werden kann. Etwa ein Jahr später soll der Neubau dann stehen.