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Zu teuerBergneustadts SPD fordert Baustopp in der Kultkneipe Jägerhof

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Innenansicht von einem entkernten alten Gebäude

Zuletzt hat der Bergneustädter Stadtrat die Kosten für den Umbau des Jägerhofes auf fünf Millionen Euro gedeckelt. Die werden nicht reichen, sind sich die SPD-Stadtverordneten sicher. 

Die Sozialdemokraten fürchten eine Kostenexplosion und wollen, dass Alternativen geprüft werden - notfalls auch ohne Festsaal. 

Die SPD-Fraktion im Bergneustädter Stadtrat wirbt für ein Moratorium in Sachen Jägerhof. Das haben die Sozialdemokraten am Sonntagabend bekanntgegeben und zugleich angekündigt, einen entsprechenden Antrag in der März-Sitzung des Stadtrates zur Abstimmung zu stellen. Danach sollen die Bauarbeiten an der Kultkneipe in der Altstadt unterbrochen und erst dann wieder aufgenommen werden, „nachdem die Verwaltung eine klare Kostenkalkulation für das Projekt vorgelegt hat und günstigere Varianten geprüft worden sind“, wie es in der Mitteilung heißt.

Bergneustadt soll notfalls Verzicht auf den Festsaal prüfen

In der vergangenen Woche hatte der Stadtrat die Kosten auf fünf Millionen Euro gedeckelt. Die Sozialdemokraten fürchten indes, dass dieser Rahmen nicht zu halten sein wird und fordern vom Rathaus eine belastbare Prognose. Die Fraktion regt in diesem Zusammenhang auch die Prüfung von Alternativen an – etwa den Abriss des alten Festsaales und seinen Ersatz durch einen unter dem Strich günstigeren Neubau, aber notfalls auch den gänzlichen Verzicht auf einen Saal.

Außerdem soll der SPD-geführte Bauausschuss des Stadtrates das Projekt Jägerhof künftig deutlich enger begleiten und die Kostenentwicklung kontinuierlich prüfen. „Der Jägerhof wird nun in jeder Bauausschusssitzung auf der Tagesordnung stehen“, kündigt der Ausschussvorsitzende Detlef Kämmerer in der Mitteilung an.