Das Feuer im Dach einer Metallhandlung in Hackenberg drohte überzugreifen. 17 Menschen mussten ihre Wohnungen in der Nacht verlassen.
GroßeinsatzFeuerwehr Bergneustadt löst Stadtalarm aus und rettet fünfstöckiges Wohnhaus

Meterhoch schlugen die Flammen in der Nacht auf Sonntag aus dem Dachstuhl einer Metallhandlung auf dem Hackenberg.
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Mit rund 80 Einsatzkräften aus allen fünf Einheiten hat die Bergneustädter Feuerwehr in der Nacht auf Sonntag das Feuer im Dachstuhl einer Metallhandlung an der Breslauer Straße bekämpft. Das Drama begann um 23.42 Uhr mit dem Alarm der Hackenberger zu einem unklaren Feuerschein. Noch vor dem Ausrücken des Löschzugs erhöhte die Kreisleitstelle die Alarmstufe, weil immer mehr Notrufe eingingen.
Zusätzliche Hilfe aus Gummersbach
Als Wehrchef Michael Stricker kurz darauf an dem Gebäude eintraf, ließ er Stadtalarm auslösen. „Mir war klar, dass wir durch den Stadtgeburtstag dünn besetzt sein würden“, sagte Stricker am Sonntag. Aus Gummersbach kamen die zweite Drehleiter und drei zusätzliche Löschfahrzeuge. Brenzlig war die Situation vor allem deshalb, weil die Flammen so hoch schlugen, dass sie zwei angrenzende Wohnhäuser, eines fünf- und eines vierstöckig, akut gefährdeten.
Insgesamt evakuierte die Polizei in der Nacht 17 Personen. In dem fünfstöckigen Haus, in dem das zweite Geschoss bereits komplett verraucht war, brach die Feuerwehr zwei Wohnungstüren auf. Verletzt wurde niemand, die Evakuierten konnten teilweise später wieder zurück in ihre Wohnungen, andere kamen bei Freunden unter.
Massiver Wassereinsatz der Bergneustädter Feuerwehr
Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst auf die Verteidigung des fünfstöckigen Gebäudes durch einen massiven Wassereinsatz über ein Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter. Als diese Gefahr gebannt war, gingen die Wehrleute die eigentliche Brandbekämpfung des Dachstuhls an – die zügig gelang. „Uns hat sicher in die Karten gespielt, dass die Metallhandlung eine Betondecke hat“, erklärte Stricker.
Als enorm aufwendig bezeichnete er allerdings die Nachlöscharbeiten, die sich bis in den frühen Sonntagmorgen hinzogen. Unter anderem mussten Atemschutztrupps einige Gasflaschen bergen. Nach dem Stadtgeburtstag, in dessen Absicherung die Bergneustädter Wehr eingespannt war, habe man diesen Einsatz wirklich nicht noch gebraucht, so Stricker.
