Mit Cedric Meissner hat der Bundesligist nur einen neuen Spieler in der Mannschaft um Benedikt Duda.
Tischtennis-BundesligaDer TTC Schwalbe Bergneustadt blickt optimistisch auf die Saison

Die Mannschaft um Trainer Frederik Duda (M.) blickt optimistisch auf die neue Saison: v.l. Romain Ruiz, Adrien Rassenfosse, Cedric Meissner und Benedikt Duda.
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Zwar scheiterte der TTC Schwalbe Bergneustadt am Saisonende knapp mit 2:3 an Borussia Düsseldorf am Einzug ins Finale um die Deutsche Tischtennis-Meisterschaft. Doch hat das Erreichen des Final Four bei den Schwalbe-Spielern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das ist im Vorgespräch auf die neue Bundesliga-Saison bei allen zu spüren. Für Bergneustadt ist es die 13. Saison in der Ersten Liga.
Mit Cedric Meissner, der vom Deutschen Meister 1. FC Saarbrücken kommt, gibt es nur einen Neuzugang in Reihen der Schwalben. Die setzen ansonsten auf Kontinuität mit Spitzenspieler Benedikt Duda, dem Franzosen Romain Ruiz, der in seine fünfte Saison mit Bergneustadt geht, sowie dem Belgier Adrien Rassenfosse, der seit 2023 für den TTC aufschlägt.
Bergneustadts Neuzugang Cedric Meissner kommt vom 1. FC Saarbrücken
Der 26-jährige Cedric Meissner kommt für den Franzosen Leo de Nodrest, der Bergneustadt nach nur einer Saison wieder in Richtung seiner Heimat verlassen hat. Mit Meissner ist ein weiterer Linkshänder verpflichtet worden, der auch dabei helfen soll, die schwache Doppelbilanz der vergangenen Saison aufzubessern.
Hinter Cedric Meissner liegt eine harte Zeit, da er im Starensemble von Saarbrücken kaum zum Einsatz kam. Das soll sich in Bergneustadt ändern und die Schwalben hoffen, dass sich der 26-Jährige genauso erfolgreich entwickelt wie Leo de Nodrest in der vergangenen Meisterschaftsrunde.
Die Schwalben haben mehr Konkurrenz um die Play-off-Plätze
Wenn alles gut laufe, sagt Trainer Frederik Duda, rechne er am Ende der Saison mit einem Platz im oberen Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle. „Nochmal in die Play-offs zu kommen, wäre schon schön“, schiebt er hinterher. Doch tummelten sich hinter den großen Zwei Düsseldorf und Saarbrücken einige Mannschaften, die sich deutlich verstärkt hätten. Darunter Zugbrücke Grenzau, die bisher immer gegen den Abstieg kämpften.
Wie in der vergangenen Saison werden auch Werder Bremen und Borussia Dortmund zum Kreis der ersten Vier gezählt. „Es hängt aber immer wieder davon ab, in welcher Aufstellung sie bei uns antreten“, sagt Frederik Duda. In der Rückrunde der vergangenen Saison hatte Bergneustadt neun der elf Spiele gewonnen.

Neuzugang Cedric Meissner kam für Leo de Nodrest vom 1. FC Saarbrücken.
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Um die Belastung zu reduzieren, möchte Benedikt Duda in der neuen Saison etwas kürzer in der Bundesliga treten und nur 18 der 22 Spiele absolvieren. Dabei legt Benedikt Duda den Schwerpunkt auf die Heimspiele. Die Überlegungen macht der 32-jährige Bergneustädter mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles, für die er sich im deutschen Team qualifizieren möchte.
Die oft hohe Belastung von internationalen Turnieren und Bundesliga möchte er dafür herunterschrauben. „Es war nicht nur einmal so, dass ich über Nacht geflogen bin und am Nachmittag schon in der Bundesliga gespielt habe“, sagt der Bergneustädter. Das sei zwar oft gut gegangen, sei auf Dauer aber nicht förderlich. Da viele zu den Olympischen Spielen möchten, würden sich die internationalen Turniere häufen. In der Weltrangliste belegt er Platz 17 und „ich arbeite daran, dass es wieder nach oben geht“.
Wir brauchen uns nicht zu verstecken und können jeden in der Liga schlagen
In der Liga ist die Marschroute für Benedikt Duda klar: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken und können jeden in der Liga schlagen.“ Er sieht es als Herausforderung, die Leistung aus der vergangenen Saison zu bestätigen. Dass es so gut gelaufen sei, hänge auch damit zusammen, dass man Routinen verändert habe.
Dazu gehören vor allem die deutlich besseren gemeinsamen Trainingsmöglichkeiten in der Ralf-Bohle-Halle, die in einer ehemaligen Lagerhalle der Firma Schwalbe mit allem Komfort in Bergneustadt entstanden ist. Schon in der vergangenen Saison wurde zudem früher zu Auswärtsspielen gefahren, was Stress herausgenommen hat.
Dazu komme, dass jeder im Team seine Position akzeptiere, führt Benedikt Duda weiter aus. Wie groß das spielerische Potenzial von Cedric Meissner ist, erfuhr der Bergneustädter 2023 bei den deutschen Meisterschaften, als ihn sein neuer Teamkollege besiegte.
Auch Heinz Duda, Sportwart des TTC Bergneustadt, sieht die Mannschaft inzwischen etabliert in der Bundesliga. Er hofft darauf, dass das Team erneut erfolgreich auftrete, um wieder viele Zuschauer in die Burstenhalle zu ziehen. Die ehrenamtlichen Helfer seien auch deutlich motivierter, wenn es in der Liga laufe. Platz fünf oder sechs ist das Ziel von Heinz Duda. Gewohnt vorsichtig formuliert er den ersten Schritt und hofft, dass sich die Mannschaft Ende Januar aller Abstiegssorgen entledigt hat. Saisonauftakt ist am Montag, 16. August, 19 Uhr, bei den TTF Ochsenhausen.
