Die Bergneustädter nehmen erfolgreich Revanche und schlagen den TTC Zugbrücke Grenzau mit 3:1.
Tischtennis-BundesligaTTC Schwalbe Bergneustadt siegt und klettert auf Platz vier

Bergneustadts Romain Ruiz holte gegen Grenzau ganz weit aus, doch es brauchte im entscheidenden Spiel die Ansprache seines Mannschaftskollegens Benedikt Duda.
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Wenn doch jetzt nur die Rückrunde zu Ende wäre. Dieser Gedanke ging gestern Abend vermutlich vielen Fans und den Tischtennis-Profis des Tischtennis-Bundesligisten TTC Schwalbe Bergneustadt selber bei einem Blick auf die Tabelle durch den Kopf. Die Schützlinge von Trainer Frederik Duda nutzten den Heimvorteil in der Burstenhalle und setzten sich gegen das Schlusslicht TTC Zugbrücke Grenzau mit 3:1 durch. Damit gelang die Revanche für die überraschende 2:3-Pleite im Hinspiel.
Durch den achten Saisonsieg verbesserte sich das Team aus dem Oberbergischen auf den vierten Tabellenplatz und hätte sich damit aktuell für die Playoff-Runde qualifiziert. Die TTF Liebherr Ochsenhausen, die sich am Sonnabend bei Borussia Dortmund mit 1:3 geschlagen geben mussten, konnten durch den Grenzau-Erfolg überholt werden. Die drei Mannschaften, Bergneustadt, Ochsenhausen sowie Dortmund haben jeweils 16:12 Punkte auf ihrem Konto stehen. Das beste Spielverhältnis weisen jedoch die Schwalben auf.
Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung
„Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, freute sich Sportwart Heinz Duda. Allerdings begann die Partie zunächst mit einer Vier-Satz-Niederlage von Romain Ruiz gegen Feng Yi-Hsin. Und das, obwohl der Franzose vermeintlich komfortable Führungen im dritten (5:1 sowie 9:6) und vierten Satz (8:5) nicht ins Ziel bringen konnte.
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Dass die Begegnung am Ende doch gewonnen wurde, lag unter anderem auch an Leo de Nodrest, der gegen Maciej Kubik für den Sieg fünf Sätze kämpfen musste. Im finalen Durchgang erhielt der Pole vom Franzosen sogar die Höchststrafe von 11:0 verabreicht. „Kubik hat sich keinesfalls kampflos geschlagen gegeben“, berichtete Heinz Duda. Vielmehr bekamen die begeisterten Fans auf der Tribüne „wahnsinnig lange Ballwechsel zu sehen, die alle von Leo erfolgreich beendet wurden. Damit hat er seine Form aus Doha und Ochsenhausen eindrucksvoll bestätigt.“
Benedikt Duda kam aus Oman und war erst 90 Minuten vor Spielbeginn in der Burstenhalle
Erst 90 Minuten vor Spielbeginn hatte Benedikt Duda die Burstenhalle erreicht. Das Schwalbe-Eigengewächs stand am Tag zuvor noch beim WTT Contender in Muscat (Oman) im Doppel-Finale an der Seite von Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken). Die Links-Rechts-Kombination verlor das Endspiel gegen Lin Shidong/Huang Youzheng aus China in vier Sätzen. Um 1.40 Uhr deutscher Zeit stieg Duda dann in das Flugzeug und erreichte Düsseldorf mit einem Zwischenstopp in Doha um 13.15 Uhr. Nach einem 40-minütigen Stau auf der A3 erreichte der 31-Jährige die Burstenhalle dann um 15.30 Uhr – eine halbe Stunde nach dem eigentlich vereinbarten Treffpunkt.
Die Konzentration für das Einzel gegen Martin Allegro war knapp drei Stunden später dennoch gegeben. 11:9, 11:6 und 11:6 hieß es am Ende für Benedikt Duda, der auch beim anschließenden Match eher ungewollt eingreifen musste.
Romain Ruiz hatte die ersten zwei Durchgänge gegen Maciej Kubik mit 7:11 sowie 9:11 verloren. In der Satzpause nahm sich der Spitzenspieler den Franzosen zur Brust und fand klare Worte. „Anschließend spielte Romain wieder vernünftig und gut. Also so, wie wir ihn eigentlich immer sehen wollen“, ergänzte Heinz Duda. Ruiz drehte die Partie zu seinen Gunsten und sorgte für ein versöhnliches Ende. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, atmete der Schwalbe-Sportwart nicht nur einmal ganz tief durch. Doch bei einem Blick auf die aktuelle Tabelle kehrte bei ihm wieder das Grinsen ins Gesicht zurück.
TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Romain Ruiz – Feng Yi-Hsin 1:3 (11:8, 10:12, 9:11, 8:11)
Leo de Nodrest – Maciej Kubik 3:2 (8:11, 11:9, 13:11, 9:11, 11:0)
Benedikt Duda – Martin Allegro 3:0 (11:9, 11:6, 11:6)
Romain Ruiz – Maciej Kubik 3:2 (7:11, 9:11, 11:7, 11:4, 11:4)

