Momentan werden die Gründe für die Insolvenz untersucht. Das wird noch mindestens zwei Wochen dauern. Die Löhne sind vorerst gesichert.
InsolvenzZukunft der Bergneustädter Firma Norwe entscheidet sich frühestens im Februar

In der ersten Januarwoche hat die Firma Norwe mit Sitz in Pernze Insolvenz angemeldet.
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Im Fall des insolventen Elektronikherstellers Norwe mit Sitz im Bergneustädter Stadtteil Pernze wird frühestens in zwei bis drei Wochen feststehen, wie es weitergeht. Insolvenzverwalter Henning Dohrmann berichtet, dass aktuell die Bestandsaufnahme der Umstände laufe, die zur Insolvenz geführt haben. Anschließend werde man Möglichkeiten der Sanierung erarbeiten – diese könne firmenintern geschehen oder eben durch Interessenten von außen.
Löhne der Bergneustädter Beschäftigten sind gesichert
Die Löhne der rund 80 Mitarbeitenden bei Norwe seien derzeit jedenfalls durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Dohrmann bestätigt außerdem, dass die Produktion normal weiterläuft. Die Auftragslage sei gut. Der Gummersbacher Jurist betont auch, dass sich die Unternehmensführung rechtzeitig für den Gang in die Insolvenz entschieden habe. „Das ist gegenüber anderen Fällen ein Vorteil und verschafft uns in der jetzigen Notsituation einfach mehr Zeit“, so Dohrmann.
Die Geschäftsführung des Traditionsbetriebs hatte sich am Jahresbeginn zu diesem Schritt entschlossen. Das zuständige Amtsgericht in Köln eröffnete am 7. Januar das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Norwe-GmbH. In einer ersten Stellungnahme bezeichnete die Unternehmensleitung die allgemein unsichere Wirtschaftslage, aber auch hohe Energiepreise als die Firma arg belastend. Sie betonte aber zugleich auch ihren Willen, die Produktion von Spulenkörpern und anderen Elektronikbauteilen in Pernze fortführen zu wollen.

