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HC Gelpe/StrombachFanclub „Grünes Chaos“ treibt das Team nach vorne

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Der Fanclub „Grünes Chaos“ begleitet die HC-Teams bei Heim- und Auswärtsspielen.

Gummersbach – Es ist Mittwochabend in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle. Im Nachholspiel zwischen den Handballern des HC Gelpe/Strombach und dem MTV Rheinwacht Dinslaken zeigt Marvin Blech im Tor des HC bereits die vierte Glanzparade in Folge. Wenige Meter weiter oben bejubeln Marvin Höbler, Jonas Steppat und Michelle Lupzik auf der Tribüne lautstark die gelungene Rettungstat.

Als Teil des Fanclubs „Grünes Chaos“ sorgen die drei Gummersbacher zusammen mit drei weiteren Mitgliedern regelmäßig für Stimmung bei allen Spielen der Handballer und Handballerinnen des HC. Ausgestattet ist die stimmungsvolle Truppe bestens: Seit dieser Saison dient eine selbstgebaute Traverse als Halterung für drei Trommeln. Eine großes Banner in den Vereinsfarben Grün und Gelb darf nicht fehlen und ziert die Fankurve. Abschließend rundet eine passende Schwenkfahne das Equipment ab.

Gummersbacher ruft Fanclub ins Leben

Angefangen hat das Projekt „Grünes Chaos“ bereits vor knapp vier Saisons, allerdings nur mit einer Fahne und einer Trommel, erzählt Gründer Marvin Höbler. Als Stimmungsmacher beim FC Bayern München hatte der 25-jährige Gummersbacher eine gehörige Portion Erfahrung gesammelt. Gemeinsam mit seiner Freundin und seinem Cousin rief er den HC-Fanclub ins Leben. „Ich habe einige Freunde und Bekannte beim HC. Da sie von meinen Aktivitäten bei den Bayern wussten, haben sie mich gefragt, ob ich nicht auch beim Handball Stimmung machen möchte“, erzählt Höbler von der Entstehungsgeschichte.

Mit Jonas Steppat fand die Gruppe schließlich weitere wertvolle Unterstützung. Auch er bringt Vorerfahrung aus dem Fußball mit, war in der Fankurve von Bayer Leverkusen aktiv. Das Studium zog ihn ins Oberbergische, wo er über den Handball Anschluss fand. Was anfangs sporadisch begann, entwickelte sich schnell zu einem Hobby. Allerdings auch ein sehr zeitaufwendiges: So wirkt das „Grüne Chaos“ sowohl bei jedem Heim- als auch bei vielen Auswärtsspiel mit. „Für uns ist jeder Samstag eigentlich schon verplant“, sagt der gebürtige Leverkusener. Stolz präsentiert Michelle Lupzig auf ihrem Handy Videos aus der Aufstiegssaison, als das „Grüne Chaos“ vor allem gegen Puhlheim und Derschlag für viel Lärm sorgte.

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Dass eine große Portion Emotion dazugehört, zeigte Höbler im Spiel gegen Dinslaken eindrucksvoll. Zunächst schimpfte er lautstark über mehrere gepfiffene Siebenmeter für den Gegner, nur um anschließend den verworfenen Strafwurf zu bejubeln. „Es ist pure Leidenschaft und macht einfach Spaß, über 60 Minuten mitzufiebern“, sagt er. Lob für die Stimmungsmacher gab es nicht nur innerhalb des Vereins, sondern auch von außen. In Korschenbroich war die Gruppe zwar zahlenmäßig klar unterlegen, verdiente sich aber dennoch den Respekt des gegnerischen Fanclubs. „Es ist schön, wenn der Aufwand wertgeschätzt wird“, meint Steppat. In Zukunft will sich der Fanclub weiterentwickeln. Eigene Liedtexte und neue Rhythmen seien bereits in Planung.