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A4Die Sanierung der Talbrücke Hunstig in Gummersbach ist fast fertig

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Ein Mann läuft durch das Innere einer Brücke.

Auch im Innern der Brücke Hunstigtal sind die Arbeiten fast abgeschlossen.

Die Sperrung der Wiehltalbrücke steht jedoch nach wie vor im Raum. 

Das Projekt „Instandsetzung und Verstärkung des Brückenbauwerks Hunstigtal“ ist so gut wie abgeschlossen. Nachdem die Verkehrsführung durch die bisherige Baustelle, die für die Verstärkung und Instandsetzung der 275 Meter langen Brücke notwendig gewesen war, bereits im Dezember zurückgebaut werden konnte, ist jetzt auch ein Ende der Arbeiten im Innern der Brücke in Sicht, wie die Autobahn GmbH auf Anfrage mitteilt.

„Lediglich die Sanierung der Entwässerungseinrichtungen im Bauwerk als nachgelagerte Arbeiten befinden sich derzeit in Vorbereitung. Im Zuge dieser Entwässerungssanierung wird es noch zu kleineren Eingriffen in den Verkehr kommen, mit tatsächlichen Engpässen bzw. größeren Verkehrsbehinderungen durch diese Arbeiten ist nicht zu rechnen“, heißt es wörtlich in der Antwort der Autobahn GmbH-Niederlassung Rheinland.

Seit November 2023 wurde die Brücke in vielen Bauphasen instandgesetzt

Seit November 2023 war die Brücke in mehreren Bauphasen instandgesetzt worden mit dem Ziel, die Restnutzungsdauer der Brücke zu erhöhen. Überprüfungen hatten im Jahr 2015 ergeben, dass die Brücke nur noch zehn Jahre halten würde, wenn sie nicht grundlegend saniert worden wäre.

Die Sanierungsarbeiten haben Betonsanierungen, Verstärkungsarbeiten, Anpassung der Entwässerung, Erneuerung der Pfeilertüren und den Austausch von Verschleißteilen umfasst. Die Brücke befindet sich auf der Autobahn A4 zwischen den Anschlussstellen Gummersbach und Bielstein und führt über einen Taleinschnitt und die L321.

Derweil steht nach wie vor eine mögliche Sperrung der Wiehltalbrücke im Raum. Grund sind Defizite in der Tragfähigkeit des Bauwerkes. „Die einspurige Verkehrsführung im Streckenabschnitt der A4 beruht auf der erforderlichen Sonder-Verkehrsführung zum Schutz der Wiehltalbrücke“, teilt die Autobahn GmbH mit.

Auf der Wiehltalbrücke sei die Belastung durch den Schwerverkehr nach wie vor zu hoch – trotz der im Dezember 2024 umgesetzten Entlastungsmaßnahmen in Form von Fahrstreifen-Sperrungen, bemängelt die Autobahn GmbH. Denn Entgegen den derzeit geltenden Bestimmungen würden sowohl überladene Lkw (Überschreitung der zulässigen Gesamtlast) als auch falsch beladene Lkw (Überschreitung der zulässigen Achslast) die Wiehltalbrücke überfahren. Auch die vorgeschriebene Abstandsregel von 50 Metern zwischen einzelnen Lkw werde regelmäßig missachtet.


Infoveranstaltung

Wie bereits berichtet, lädt die Stadt Wiehl zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ein: Am Montag, 23. Februar, 17.30 Uhr, geben Verantwortliche im Stadtteilhaus Drabenderhöhe einen Überblick zum Sachstand und möglichen Konsequenzen der geplanten Bauarbeiten an der Wiehltalbrücke. Von der Autobahn GmbH nimmt der Leiter der Außenstelle Köln, Willi Kolks, teil; weitere Experten aus verschiedenen Fachbereichen der Autobahn GmbH sowie vom Landesbetrieb Straßen NRW stehen Rede und Antwort. Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker moderiert die Veranstaltung.