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Breite ZustimmungGummersbacher Hauptausschuss einstimmig für die Ehrenbürgerschaft von Heiner Brand

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Heiner Brand

Heiner Brand soll Ehrenbürger werden. 

Die Anregung von vier Gummersbachern, Heiner Brand zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt zu machen, stößt auf  breite Zustimmung. Nun muss der Rat entscheiden. 

Die Gummersbacher Handballikone Heiner Brand soll wie berichtet Ehrenbürger der Stadt werden. Seit Donnerstagabend wird das nun immer wahrscheinlicher, denn der Gummersbacher Hauptausschuss hat sich in öffentlicher Sitzung einstimmig für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Heiner Brand ausgesprochen. Kommende Woche Mittwoch hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung das letzte Wort. Dass der Rat sich noch einmal anders entscheidet, kann beinahe ausgeschlossen werden. Die höchste Auszeichnung an einen Gummersbacher liegt 59 Jahre zurück und ging damals an Bürgermeister Martin Siebert.

Nun also Heiner Brand. Die Anregung der Ehrung kam von Unternehmer Marc Schröder, Uwe Töpfer, zuletzt Geschäftsführer der Aggerenergie und davor Bürgermeister in Marienheide, sowie den beiden Allgemeinmedizinern Thomas Braeucker und Jochen Viebahn. Bis auf Braeucker waren Donnerstagabend alle im Ratssaal dabei, als Töpfer noch einmal die Idee hinter der Anregung erläuterte. Er betonte, dass er keineswegs noch einmal auf alle sportlichen Erfolge von Heiner Brand eingehen wolle, sei es als Spieler oder als Trainer; angefangen auf nationaler Ebene über das internationale Parkett bis hin zu Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen „Heiner Brand ist zu einer Legende des deutschen Sports geworden“, sagte Töpfer.

Nach dem schweren Unfall von Joachim Deckarm (M.) kümmert sich Heiner Brand (r.), hier mit Urban Wrona, um seinen Freund.

Für die Anregung, Brand zu ehren, hätten zwei weitere Aspekte eine wichtige Rolle gespielt. Da sei zum einen Brands Heimatverbundenheit. „Heimat bedeutet ihm sehr viel“, sagte Töpfer. Er sei in Gummersbach geboren, aufgewachsen und hier zur Schule gegangen. Trotz vieler lukrativer Angebote im Sport sei er in Gummersbach geblieben, in der Lebrechtstraße auf dem Steinberg. „Viel Geld zu verdienen, hat ihn nie gereizt“, so der  Antragsteller. Daher habe er sich auch immer dem VfL verschrieben. Das sei auch der Grund dafür, dass der Aufstieg der Gummersbacher Handballer ins internationale Rampenlicht bis heute unzertrennlich mit dem Namen von Heiner Brand verbunden sei.  „Der Handball in Gummersbach ist heute ein großer gesellschaftlicher aber auch ein wirtschaftlicher Faktor. Die Stadt, ihre Unternehmen und ihre Bürgerinnen und Bürger haben hiervon maßgeblich profitiert“, sagte Töpfer.

Mitwirkung im Joachim-Deckarm-Fond

Dabei habe Heiner Brand seinen Bekanntheitsgrad „verantwortungsvoll und nutzbringend für andere eingesetzt. So auch für seinen Freund Joachim Deckarrm nach dessen schweren Unfall. Bis heute wirkt Brand im Joachim-Deckarm-Fond mit. Darüber hinaus ist er Mitglied im Verein „Sportler für Organspende". Dessen Anliegen unterstütze er persönlich. Weiterhin sei Brand Mitglied im Kuratorium der „Werte Stiftung", die sich für Chancengleichheit und sozialen Zusammenhalt in Deutschland einsetze.

Für sein Engagement habe Heiner Brand die höchstmöglichen Ehrungen des Landes NRW sowie der Bundesrepublik erhalten „Wir sind der Meinung, dass Heiner Brand für sein Lebenswerk deshalb auch die höchstmögliche Ehrung der Stadt Gummersbach verdient hat. Das Wohl und Ansehen der Stadt Gummersbach hat in den letzten Jahrzehnten niemand sonachhaltig geprägt wie er!“, so Töpfer, der dafür warb, dass Brand kurz vor seinem 75. Geburtstag das Ehrenbürgerrecht der Stadt Gummersbach verliehen bekommt. Und in Anlehnung an den Hit der Höhner, „Wenn nicht jetzt, wann dann“ schloss er mit „Wenn nicht er, wer sonst?“

SPD-Fraktionschef Thorsten Konzelmann sagte, dass man von einem „historischen Ereignis“ sprechen könne. Allein schon, weil die letzte Ehrung dieser Art 59 Jahre zurück liege. Brand habe den Namen von Gummersbach weit über die Stadt hinaus getragen. Er kenne nur eine Persönlichkeit, die für die Ehrenbürgerschaft in Betracht käme. „Wenn nicht er, wer sonst?“ stimmte er den Worten Töpfers zu. CDU-Fraktionschef Jörg Jansen konnte dem nur beipflichten. Gut fand es Jansen, dass Töpfer neben dem sportlichen Bereich das soziale Engagement von Heiner Brand und dessen Heimatverbundenheit unterstrichen habe. Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit sprach von einem „vorzüglichen Vorschlag“.