Die CDU wählt den Wipperfürther zum Landtagskandidaten für den Wahlkreis Oberberg Nord. Viel Applaus für Herausforderer Frölich.
CDU-VersammlungChristian Berger tritt als Landtagskandidat in Oberberg Nord an

Beide Daumen nach oben: Christian Berger nach seiner Wahl.
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Geht es nach der CDU Oberberg, dann wird ihr Landtagsabgeordneter Christian Berger auch nach der Landtagswahl im kommenden Jahr den Norden des Oberbergischen Kreises in Düsseldorf vertreten. Bei der Aufstellungsversammlung im Gummersbacher Lindenforum stimmten 36 der 62 Stimmberechtigten für den Wipperfürther Amtsinhaber und damit 58 Prozent. Auf Bergers Herausforderer Bastian Frölich entfielen 26 Stimmen. Fragen an die Kandidaten hatten die Delegierten wie bisweilen auch im Vorfeld der Versammlung keine. Berger wirkte erleichtert, als Kreisvorsitzender Thomas Jüngst das Ergebnis der geheimen Abstimmung verlas. Unter Beifall reckte er er beide nach oben gestreckten Daumen in die Runde.
Nach der Wahl von Moritz Müller in der Vorwoche zum Kandidaten für Oberberg Süd steht nun also das rein männliche CDU-Duo für die Landtagswahl am 25. April 2027 fest. Bevor es zu den Wahlurnen ging, stellten sich die Kandidaten noch einmal vor. Christian Berger (47) schilderte seinen beruflichen Werdegang, betonte, dass er aus der Wirtschaft komme und diese daher kenne. Als Gesamtvertriebsleiter der Wipperfürther Firma Radium habe er Entscheidungen betroffen und Verantwortung übernommen. Mit diesem Paket sei er 2022 erstmals in den Landtag gewählt worden. Der Wipperfürther räumte ein, dass ihm da auch Fehler passiert seien. „Aber nur wer nichts macht, der macht keine Fehler“, fügte er gleich hintenan.
Die ersten drei Jahre waren für ihn Lehrjahre
Als aktueller Amtsinhaber berichtet Berger in der Folge vor allem darüber, was er in Düsseldorf macht. Als Mitglied des Finanzausschusses stehe der dafür ein, dass Oberberg nicht abgehängt werde. „Gute Politik entsteht durch harte und sachliche Arbeit, durch ein starkes Netzwerk. Das habe ich mir in den letzten vier Jahren aufgebaut, auch zu den Ministern und den fachpolitischen Sprechern“, berichtet der 47-Jährige, der aber auch eingestand, dass die ersten drei Jahre für ihn Lehrjahre gewesen seien. Alles das sei auch wichtig für Oberberg, sagte Berger, der für sich in Anspruch nahm, in Düsseldorf inzwischen gehört zu werden.
Mit so einem Bericht aus Düsseldorf konnte Herausforderer Frölich noch nicht punkten. Der 30-Jährige machte dafür deutlich, wo er herkommt, wofür er steht und was man von ihm erwarten kann, sollte er für den Landtag aufgestellt und gewählt werden. In seinem Beruf als Leiter der Ausländerbehörde im Märkischen Kreis habe er schon früh Verantwortung übernommen, berichtete der 30-Jährige. Die berufliche Erfahrung hätten seinen politischen Blick geprägt. „Der Staat muss handlungsfähig bleiben, sagte der in Gummersbach-Lantenbach lebende Verwaltungsbeamte. Mit seinem Vier-Punkte-Programm machte Frölich deutlich, für was er steht. Ganz oben auf seiner Liste steht das Thema innere Sicherheit.
Eingangs hatte der Bürgermeister der gastgebenden Kommune, Raoul Halding-Hoppenheit, die Delegierten begrüßt. Er berichtete von der richtig gut laufenden interkommunalen Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden im Oberbergischen sowie mit dem Kreis. Nach der Kommunalwahl seien neuer Wind und neue Perspektiven hereingekommen.
