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LandtagswahlMoritz Müller geht für die CDU Oberberg ins Rennen

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Ein Mann lächelt, mehrere Menschen applaudieren.

Moritz Müller freut sich über das Ergebnis der Abstimmung, Nicole Breidenbach und Bodo Löttgen applaudieren dem Gewinner.

Der CDU-Landtagskandidat für den Südkreis steht fest. Nicole Breidenbach unterliegt mit 27 zu 43 Stimmen. Engelskirchener Bürgermeister forderte Reformen.

Es war eine Richtungswahl mit einem überraschend deutlichen Ergebnis für Moritz Müller. Bei der Wahl zum CDU-Landtagskandidaten für den Südkreis zur Wahl am 25. April 2027 erhielt er 43 der 70 Delegierten-Stimmen. Auf die Mitbewerberin Nicole Breidenbach entfielen 27 Stimmen.

Im Vorfeld herrschte große Spannung unter den Delegierten, kaum einer wollte oder konnte vorhersagen, wie die Wahl ausgehen würde, es sah alles noch einem offenen Rennen aus. Auf der einen Seite Quereinsteigerin Nicole Breidenbach mit Wirtschaftskompetenz, Kenntnissen des Pflegesystems, Moderationsfähigkeiten und kritischem Blick von außen, auf der anderen mit Moritz Müller ein in Junger Union und CDU in Kreis und Land gut vernetzter und mit dem politischen Geschäft intensiv vertrauter Kandidat.

70 oberbergische Delegierte hatten die Wahl

Rund 100 Gäste begrüßte der CDU-Kreisvorsitzende Thomas Jüngst zur Aufstellungsversammlung im Neuen Baumwolllager in Engelskirchen. Unter ihnen den Ehrenvorsitzenden Klaus-Peter Flosbach, den Landtagsabgeordneten Bodo Löttgen, dessen möglicher Nachfolger bei der Wahl ermittelt werden sollte, zudem Landrat Klaus Grootens, Alt-Landrat Hagen Jobi und Engelskirchens Bürgermeister Lukas Miebach.

Dieser forderte in seinem Grußwort eine deutliche Erneuerung der Politik. Ein „Weiter so“, dürfe es nicht geben, das könne sich das Land nicht leisten. Er nannte Beispiele für dringenden Handlungsbedarf, darunter die finanzielle Ausstattung der Kommunen. Er lobte Bodo Löttgen, dieser habe mit seiner durchaus auch unbequemen Art viel Geld und viele Projekte nach Oberberg geholt und den Kreis ins Bewusstsein der Landesregierung gehoben.

Eine durchaus kritische Haltung zur Landespolitik und diplomatisches Geschick wünsche er sich auch von dem Nachfolger oder der Nachfolgerin. Es seien große Reformen, keine Reförmchen erforderlich, sagte Lukas Miebach. Dafür bleibe nicht mehr viel Zeit.

In jeweils 20 Minuten stellten sich Nicole Breidenbach und Moritz Müller den Delegierten vor und warben für ihre Person und ihre Ziele. Sachlich und ruhig machte Breidenbach deutlich, dass sie als Teamplayerin für Problemlösungen stehe. Müller, hörbar nervös, setzt auf die Wertekarte mit christlichem Weltbild und Heimatliebe. Damit erntete er bei den Delegierten mehr Applaus, so dass das Abstimmungsergebnis dann nur noch mit seiner Deutlichkeit überraschte.