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KonzertDer Lindlarer Alex de Blaer ist Gründer der Tribute-Band Jovi

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Eine Band auf der Bühne.

Stadionrock wie in den 1980er Jahren ist angekündigt für das Konzert in der Halle 32. Bassist Alex de Blaer (r.) verspricht einen satten Sound.

Am heutigen Samstag, 2. Mai,  ist die Band in der Gummersbacher Halle 32 zu sehen: Dabei sind auch die Hits von Whitesnake zu hören.

Das Auge rockt mit bei diesem Konzert. Alexander de Blaer weiß, worauf es dabei ankommt, er ist nicht nur Musiker, sondern im Hauptberuf auch Veranstaltungstechniker. Der Lindlarer verspricht eine spektakuläre Lightshow, wenn heute Abend   um 20 Uhr die Bühnenmaschinerie anläuft. Und er selbst trägt eine Langhaarperücke.

Angekündigt ist   nicht weniger als „The Ultimate Rock Show“. In der Halle 32 treten die Tribute-Bands „Jovi“ und „Whiteshake“ auf und spielen die größten Hits von Bon Jovi und Whitesnake. Die beiden Tribute-Bands liefern in einer mehr als drei Stunden langen Show nicht nur Klassiker ab wie „Is This Love“   und „Livin’ On A Prayer“. Sie haben zudem den Anspruch, den Fans „ das Gefühl zu vermitteln, den echten Weltstars ganz nah zu sein“.

Alex de Blaer schlüpft als Gründer und Bassist der Jovi-Band in die Rolle von „Alex John Such“. Auch Jan Röttger, der aus Wildbergerhütte stammt, spielt nicht nur Keyboard, sondern als „Jan Bryant“ auch einen Part in einer Rocktheateraufführung . De Blaer sagt: „Wir wollen uns nicht als Musiker selbst verwirklichen, sondern Bon Jovi unseren Tribut zollen.“

Aufwendig produzierter Sound der CD-Aufnahmen

Die Fans sollen für ihr Geld genau das Hörerlebnis bekommen, das sie erwarten. Und weil dieses vom aufwendig produzierten Sound der CD-Aufnahmen geprägt ist, haben es die Tribute-Musiker eigentlich schwerer als die Originalmusiker, sagt Alex de Blaer. Jon Bon Jovi und seine Band können live die Songs variieren, vielleicht eine Akustik-Version aufführen und sich auch mal einen Fehler erlauben. Ein Tribute-Konzert muss dagegen dem gewohnten Klang der opulenten Studioaufnahme möglichst nahe kommen. Das verlangt viel handwerkliches Können. Der Sequencer erledigt den Rest.

„Die Songs sind nicht so einfach, wie man denkt“, sagt der Bassist, „ viel komplexer als vieles, was heute an Popmusik produziert wird“. Um die Songs authentisch nachzuspielen, mussten die Jovi-Musiker die CD-Aufnahmen immer und immer wieder abhören und Ritchie Sambora und Co. in den Musikvideos auf die Finger schauen. „Es ist ein Detektivspiel, uns fallen immer noch neue Details auf.“

Musiker Alex de Blaer ist in Waldbröl aufgewachsen

Alex de Blaer ist Jahrgang 1981, in Waldbröl aufgewachsen und von Haus aus eher Fan von Nirvana und Metallica. Zu Bon Jovi kam er eigentlich erst als Mitglied der Band Crossroads, die sich Anfang des Jahrtausends nach dem Best-of-Album von 1994 benannte und 2013 wieder auflöste. An der Musik der in den 1980er Jahren in New Jersey gegründeten Rockband fasziniert ihn die Bandbreite. Bon Jovi begann   als Glam- oder Hair-Metal-Band und spielt seit den 1990er Jahren Mainstream-Rock. „Diese Songs mögen Alt und Jung, Metalfans und Radiohörer. Die älteren Semester bringen ihre Kinder mit. “

Kurz vor Corona wollte de Blaer wieder loslegen und formierte eine neue Tribute-Band. Nach der Pandemie konnte er die Bremse lösen. Mit Jovi ist er beim „Tag der Niedersachsen“ in Osnabrück und bei der Johannisnacht in Mainz vor mehreren tausend Menschen aufgetreten. „Da hat man vor dem Auftritt hinter der Bühne Gänsehaut.“ 2025 wurde Jovi mit in der Tribute-Kategorie mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet.

Das Doppelkonzert in der Halle 32 wird eine Zeitreise in die 80er Jahre. Jovi spielt vor allem Songs aus dem vergangenen Jahrtausend, also aus der goldenen Ära   bis „Keep the Faith“. Und Whiteshake zelebriert mit dem britischen Sänger David Readman die Zeit der unverwüstlichen Whitesnake-Hymnen wie „Here I Go Again“. Leadgitarrist ist dabei übrigens ein anderer Oberberger, der Gummersbacher André Pflaumbaum.

Zum Gesamtpaket gehört ein fulminantes Finale mit einer Überraschung, verspricht Alex de Blaer. Wie es sich für eine ultimative Rockshow gehört.