Der VfL Gummersbach verabschiedete Julian Köster und Dominik Kuzmanovic mit bewegenden Worten und viel Applaus.
VfL GummersbachEmotionale Abschiede für Köster und Kuzmanovic in der Schwalbe Arena

Julian Köster wurde am Sonntag beim letzten Heimspiel der Saison verabschiedet.
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Es waren Momente, die vielen Fans des VfL Gummersbach noch lange in Erinnerung bleiben werden. Nach dem letzten Heimspiel der Saison gegen die Rhein-Neckar Löwen stand am Sonntag nicht nur der sportliche Abschluss einer herausragenden Spielzeit im Mittelpunkt. Vor allem die Verabschiedungen von Torhüter Dominik Kuzmanovic und Kapitän Julian Köster sorgten für große Emotionen in der Schwalbe Arena.
Es fühlt sich heute ein bisschen so an, als würde der eigene Sohn das Zuhause verlassen
Bei sommerlichen Temperaturen hatte der Verein bereits vor dem Spiel zum Fanfest rund um die Schwalbe Arena eingeladen. Zahlreiche Besucher nutzten das Angebot mit Musik, Essen und Getränken. In der Halle wurden zudem die scheidenden Akademiespieler Luca Kersten, Paul Britz, Hannes Hartmann, Lars Machnacz, Fanou Ulmerich, Malte Petersen, Carlo Bohnenkamp und Anel Durmic verabschiedet.

Dominik Kuzmanovic verabschiedete sich mit einer gehaltenen Siebenmeter-Parade vom VfL.
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Nach dem Schlusspfiff gehörte die Bühne zunächst Dominik Kuzmanovic. Der Kroate hatte kurz zuvor mit einem gehaltenen Siebenmeter den Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen festgehalten. Entsprechend stürmten seine Mitspieler nach dem Abpfiff zuerst auf ihren Torhüter zu.
Eigentlich hatte der Verein ein Abschiedsvideo vorbereitet, doch die Technik spielte nicht mit. Geschäftsführer Christoph Schindler nahm es mit Humor: „Die Leute, die hier in der Halle sind, haben dich während der Saison oft genug spielen sehen. Die Zusammenfassung braucht man an der Stelle nicht.“

Zum dritten Mal wurde Gudjon Valur Sigurdsson zum Trainer des Jahres gewählt.
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2023 war Kuzmanovic nach Gummersbach gekommen und entwickelte sich in 80 Spielen zu einem der besten Torhüter der Bundesliga. Schindler erinnerte an seine Verpflichtung nach einem starken Auftritt bei der Europameisterschaft und lobte: „In kürzester Zeit hast du das geschafft, wofür viele Jahre brauchen – du hast dich in die Herzen der VfL-Fans gespielt.“
Kuzmanovic zeigte sich bewegt: „Es war für mich eine überragende Entscheidung, hierher zu kommen. Ich möchte euch wirklich danken für alles, was ihr mir gegeben habt.“

Zum 47. Mal war die Schwalbe Arena ausverkauft.
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Noch emotionaler wurde es anschließend bei der Verabschiedung von Julian Köster. In einem Video blickten Mitspieler und Weggefährten auf gemeinsame Jahre zurück. Trainer Gudjon Valur Sigurdsson bezeichnete ihn als „Weltklasse-Handballer“, betonte aber vor allem: „Du bist ein toller Mensch.“
Auch Schindler rang sichtbar um Fassung. „Ich habe schon einige Spieler verabschiedet, aber so schwer ist es mir noch nie gefallen.“

Bei schönem Wetter feierten die Fans vor der Schwalbe Arena den Saisonabschluss ihres VfL.
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Er erinnerte sich an die ersten Gespräche mit dem damals jungen und verletzten Rückraumspieler. „Du warst ziemlich jung und ziemlich schmal. Und das, was dann passiert ist, ist mittlerweile Teil der Vereinsgeschichte.“ Köster sei das Gesicht des sportlichen Aufschwungs der vergangenen Jahre gewesen. Der Nationalspieler habe Verantwortung übernommen, die Mannschaft zurück in die Bundesliga geführt und den Verein entscheidend geprägt. „Es fühlt sich heute ein bisschen so an, als würde der eigene Sohn das Zuhause verlassen“, sagte Schindler.
Köster selbst bedankte sich bei Fans, Verein und Mannschaft. „Ich durfte so viel lernen und erleben. Wir haben uns von Tag eins an hier wie zuhause gefühlt“, sagte der künftige Spieler des THW Kiel. „Lasst uns heute Abend diese geile Saison feiern. Diese geile Mannschaft hat es verdient.“
Nach den Verabschiedungen kam die Mannschaft noch einmal zu den Fans auf den Heiner-Brand-Platz. Bei bestem Wetter klang dort eine Saison aus, die für den VfL sportlich die erfolgreichste seit 19 Jahren war – und die mit zwei sehr emotionalen Abschieden endete.
