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Handball-BundesligaVfL Gummersbach krönt starke Saison mit knappem Krimi

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Julian Köster wirft über den Block von Sebastian Heymann.

Julian Köster traf zum Abschied sechsmal.

Mit einem 28:27 gegen die Rhein-Neckar Löwen beendet der VfL Gummersbach die Handball-Bundesliga-Saison auf Rang vier.

Der VfL Gummersbach hat sich mit einem hart erkämpften 28:27 (15:12)-Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen aus der Handballsaison 2025/26 verabschiedet und dabei Vereinsgeschichte geschrieben. Durch den Erfolg beendet der Traditionsclub die Spielzeit auf Rang vier der Ersten Handball-Bundesliga und erreicht damit die beste Platzierung seit 19 Jahren.

Starke Abwehr vor der Pause

Der VfL präsentierte sich vor allem in der ersten Halbzeit mit einer starken Defensivleistung. Zwar tat sich die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson im Angriff phasenweise schwer, doch die Abwehr konnte zusammen mit Torhüter Bertram Obling überzeugen. Der Keeper entschärfte in der ersten Hälfte insgesamt elf Würfe der Gäste und war damit ein wichtiger Rückhalt für das oberbergische Team.

Nach einem ausgeglichenem Start und einem Stand von 3:2 (7.) setzte sich Gummersbach knapp ab. Über 9:6 (16.) erarbeitete sich der VfL eine Drei-Tore-Führung und nahm diese beim Halbzeitstand von 15:12 mit in die Pause.

Krimi mit Happy End

Kurz nach der Pause kämpfte sich Rhein-Neckar Löwen Schritt für Schritt zurück. Nach dem 20:18 (40.) gelang den Gästen zunächst der Ausgleich zum 20:20 (43.), ehe sie wenig später beim 20:21 (46.) nach langer Zeit die Führung übernehmen konnten. In dieser Phase blieb Gummersbach sechs Minuten ohne eigenen Treffer und verzweifelte immer wieder am Löwen-Keeper Mike Jensen, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Erst VfL-Spieler Kay Smits beendete die Durststrecke mit dem wichtigen Treffer zum 21:21.

Die Partie entwickelte sich zu einem echten Krimi. Abwehrspezialist Tom Kiesler brachte mit seinem Treffer zum 23:23 (52.) die zum 47. Mal ausverkaufte Schwalbe-Arena zum Beben. Auch in der Crunch-Time blieb die Partie offen. VfL-Kapitän Julian Köster erzielte in der 58. Minute das wichtige 28:26 und brachte den VfL damit scheinbar auf die Siegerstraße. Kurz darauf vergab der Nationalspieler jedoch eine weitere Torchance - so blieb die Tür für die Gäste beim 28:27 noch offen. In den letzten sieben Sekunden bekamen die Gäste noch einen Siebenmeter und erkämpften sich damit die Chance auf den Ausgleich. Doch VfL-Torhüter Dominik Kuzmanović bewahrte die Nerven, parierte den Strafwurf und sicherte dem VfL den umjubelten 28:27-Erfolg.

Eine besondere Note erhielt die Schlussszene dadurch, dass sowohl Köster als auch Kuzmanović den Verein nach der Saison verlassen werden. Während Köster mit seinem wichtigen Treffer entscheidend zum Erfolg beitrug, verabschiedete sich Kuzmanović mit einer spektakulären Siebenmeter-Parade - und damit wohl mit seinem ganz persönlichen Abschiedsgeschenk an die Gummersbacher Fans.

Mit dem letzten Heimsieg krönt der VfL Gummersbach eine herausragende Saison. Doch bereits am 22. August beginnt mit dem Super Cup die Saison 2026/27. Der erste Spieltag der Handball-Bundesliga ist vom 27. bis zum 30. August vorgesehen.

Tore VfL Gummersbach: Vujovic (2), Köster (6), Blohme (2), Schluroff (8), Mahé (3), Horzen (1), Kiesler (1), Smits (5)

Tore Rhein-Neckar Löwen: Nothdurft (5), Heymann (1), Steenaerts (2), Groetzki (1), Thrastarson (5), Baijens (4), Aspenbäck (4), Kohlbacher (5)