Gummersbach setzt sich in der zum 50. Mal in Folge ausverkauften Schwalbe-Arena mit 38:30 gegen den Bergischen HC durch.
Handball-BundesligaDer VfL Gummersbach hat das Derby schon früh im Griff

Alex Dujshebaev brachte viel Schwung in den Angriff des VfL Gummersbach, traf selbst und schuf Räume für seine Mitspieler.
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Für die Fans des VfL Gummersbach war es ein perfekter Nachmittag. Auf sonnige Stunden folgte in der zum 50. Mal mit 4132 Zuschauern ausverkauften Schwalbe-Arena ein souveräner 38:30 (21:14)- Derbysieg gegen den Bergischen HC. Während die Hausherren den ersten Heimsieg feierten und mit einem positiven Punkteverhältnis in der Tabelle der Handball-Bundesliga auf Rang sieben kletterten, warten die Gäste am Tabellenende noch auf den ersten Punkt.
VfL-Handballer Teitur Einarsson mit dem ersten Einsatz in der Saison
Beim VfL Gummersbach feierte Teitur Einarsson seinen ersten Einsatz in der laufenden Saison, nachdem er sich im Kraftraum an der vorderen Halsmuskulatur verletzt hatte. In der vergangenen Woche sei es besser geworden und er habe das Training intensiviert, erklärte der Isländer, dass es eine ungewöhnliche Verletzung gewesen sei, die man nicht unbedingt noch einmal haben wolle. Damit fehlt den Gummersbachern nun nur noch Tom Kiesler.
Zunächst bestimmte der Bergische HC die Partie, führte mit 3:1 (4.), nachdem sowohl Nikola Roganovic als auch Miro Schluroff frei am BHC-Torhüter Christopher Rudeck gescheitert waren. Bis zum 6:6 (7.) blieb die Partie ausgeglichen, ehe sich die Gummersbacher mit einem 6:0-Lauf auf 12:6 (15.) absetzten und das Spiel übernahmen. Der BHC hatte dem schon in dieser Phase wenig entgegen zu setzen. Ballverluste führten zu schnellen Toren der Hausherren, bei denen erneut Bertram Obling wichtige Paraden zeigte.
Nikola Roganovic war mit elf Toren der erfolgreichste Werfer des Spiels
Vor allem Nikola Roganovic bekamen die Gäste nicht in den Griff, am Ende war er mit 11/4 Toren erneut der beste Werfer des VfL. Die Gäste konnten wie in der vergangenen Saison in der Schwalbe-Arena auf Sören Steinhaus bauen, dazu kam Lukas Becher, die beide acht Tore warfen, was über die Hälfte der BHC-Treffer bedeutete.
Beim VfL zeigte Alex Dujshebaev welchen Wert er für die Mannschaft bekommen kann. Das nicht nur mit sieben Toren, sondern auch mit gutem Auge, starken Anspielen und flinken Beinen. Auf sechs Treffer kam Miro Schluroff. Als dann auch noch Bertram Obling mit dem Pausenpfiff erneut einen Siebenmeter gegen Fynn Hangstein hielt, gingen die Hausherren mit einer 21:14-Führung in die Pause.
VfL-Neuzugang Garda Ingi Sindrason warf sein erstes Bundesligator
Auch nach dem Wiederanpfiff fanden die Gäste keine Mittel, um den Rückstand zu verkürzen. Die Gummersbacher blieben konzentriert, hielten die Anzahl der Fehlwürfe niedrig und in den letzten 15 Spielminuten parierte der eingewechselte VfL-Torhüter Ignacio Biosca fünf Bälle und half damit, dass es der deutliche Erfolg wurde. Neuzugang Garda Ingi Sindrason traf zum 36:27 und feierte sein ersten Bundesliga-Tor.
So war VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nach dem Abpfiff nicht nur froh, dass sein Team gewonnen hatte, sondern wie es gewonnen hatte. „Der BHC hat es insgesamt gut gemacht, aber wir haben es vor allem im Vergleich zu unseren früheren Auftritten besser gemacht, wenn es darum ging, unsere Chancen aus sechs Metern und über Durchbrüche zu nutzen, wo wir sonst unsere Probleme haben“, sprach der VfL-Trainer seine Kritikpunkte aus den Spielen gegen Wetzlar und Berlin an.
Für die Gummersbacher geht es bereits am Dienstag, 18.45 Uhr, in der Schwalbe-Arena weiter. Gegen das polnische Team PGE Wybrzeża Gdańsk startet die Mannschaft in die European League.
Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (1), Kodrin (2), Dujshebaev (7), Häseler (2), Schluroff (6), Hallbäck (3), Roganovic (11), Horzen (3), Sindrason (1).
Tore Bergischer HC: Becher (8/3), Hangstein (2/1), Kooij (2), Hilding (2), Babak (1), Schrader (2), Bergner (1), Bjerneld (1), Fuchs (2), Steinhaus (8), Wasielewski (1).
