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Handball-BundesligaVfL Gummersbach bleibt ruhig und sichert sich die ersten Saison-Punkte

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Zweikampf zwischen Löwe Jannik Kohlbacher und dem Gummersbacher Kay Smits.

Auch Jannik Kohlbacher konnte Kay Smits nicht stoppen, der erneut alleine im halbrechten Rückraum agierte und auf fünf Treffer kam.

Gummersbach gewinnt bei den Rhein-Neckar Löwen mit 31:26 auch dank der 14 Paraden von Bertram Obling. 

Ausgerechnet gegen Kentin Mahé, der noch bis zum Sommer sein Mannschaftskollege war, hält VfL-Torhüter Bertram Obling in der 53. Minute den Siebenmeter und ebnet seinen Team damit endgültig den Weg zum Sieg. Zuvor hatte VfL-Kapitän Ellidi Vidarsson nach Videobeweis die Rote Karte wegen eines Kopftreffers gesehen. Obling hielt und Miro Schluroff traf in Unterzahl zum 26:23 (54.) für Gummersbach. In einer hitzigen Schlussphase war der VfL ruhig geblieben.

Am Ende gewann der VfL Gummersbach vor 5086 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena eine kampfbetonte Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 31:26 (14:12) und sicherte sich im zweiten Spiel die ersten Punkte der neuen Saison.

Beim VfL Gummersbach fehlten drei Handballer verletzt

Beide Mannschaften hatten die Saison mit einer Niederlage begonnen und wollten einen Fehlstart vermeiden. Dabei fehlten den Gummersbachern nicht nur die beiden halbrechten Rückraumspieler Alex Dujshebaev und Teitur Einarsson, sondern auch noch Abwehrspezialist Tom Kiesler, der sich im Training einen Außenbandriss am Knie zugezogen hatte und länger ausfällt.

Sieggaranten des VfL waren Torhüter Bertram Obling mit 14 Paraden, darunter zwei Siebenmeter und Nikola Roganovic. Gab es am Sonntag im Spiel gegen Magdeburg noch Kritik an dem 20-jährigen Neuzugang des VfL, war er bei den Löwen in der Bundesliga angekommen. Er verwandelte nicht nur beide Siebenmeter gegen David Späth und warf sieben Feldtore, er beschäftigte auch die Abwehr der Gastgeber so, dass Miro Schluroff mehr Möglichkeiten hatte. Am Ende kamen beide Rückraumwerfer auf je neun Tore.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson ärgerte sich über das Angriffsverhalten seiner Spieler

Die Partie begann auf Augenhöhe und war bis zum 5:5 (11.) offen, dann setzten sich die Löwen auf 7:5 (14.) ab und VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nahm eine erste Auszeit. In der lobte er die Abwehr, den Angriff kritisierte er aber scharf. Seine Handballer hielten sich nicht an die taktischen Anweisungen   und spielten zu unbeweglich im Eins-gegen-Eis.

Es dauerte bis die Ansprache Wirkung zeigte. Noch erlaubten sich die Gummersbacher im Angriff technische Fehler und Fehlwürfe. Im Tor hielt Bertram Obling. Als der VfL dann noch auf den siebten Feldspieler umstellte, brachte das die Mannschaft auf die Siegerstraße. Nikola Roganovic glich zum 11:11 (26.) aus. Und auch Löwen-Trainer Maik Machulla mahnte nun sein Team, im Angriff mehr aus seinen Möglichkeiten zu machen. Doch es war der VfL, der nun traf und mit einem Vorsprung von zwei Toren in die Pause ging.

Nach dem Wiederanpfiff bauten die Gummersbacher die Führung bis auf vier Tore aus. Zehn Minuten vor Schluss hatten die Gastgeber auf ein Tor verkürzt, ehe Kristjan Horzen zum 25:23 den Ball ins leere Tor warf, Ellidi Vidarsson die Rote Karte sah und Bertram Obling den Strafwurf parierte. Beim Stand von 25:28 (57.) nahmen die Löwen eine Auszeit. Im Anschluss hielt Obling den Kempa-Trick und die Partie war entschieden. Dass der Gummersbacher Torhüter nicht nur ins leere Tor traf, sondern auch noch den letzten Angriff der Gastgeber parierte, passte ins Bild.

Für die Gummersbacher geht es am Samstag, 20 Uhr, in der Schwalbe-Arena weiter. Gast ist die MT Melsungen, die sich am Abend mit 31:18 gegen Frisch Auf Göppingen durchsetzte.


Tore Rhein-Neckar Löwen: Timmermeister (2), Nothdurft (4), Lassen (1), Steinhauser (1), Seesing (6), Thrastarson (1), Mahé (2), Aspenbäck (6), Kohlbacher (3).

Tore VfL Gummersbach: Obling (1), Vidarsson (1), Blohme (1), Schluroff (9), Hallbäck (1), Roganovic (9/2), Horzen (4), Smits (5).