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Handball-BundesligaVfL Gummersbach verliert Saisonauftakt gegen Magdeburg

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Eine Spielsituation zwischen dem VfL Gummersbach und dem SC Magdeburg.

In der Abwehr war für Nikola Roganovic und seine Mannschaftskollegen Schwerstarbeit angesagt.

In einem kampfbetonten Spiel gegen den SC Magdeburg mussten sich die Gummersbacher in der Schwalbe-Arena am Ende mit 31:33 geschlagen geben.

Magdeburgs Trainer Bennet Wegert sprach nach dem Abpfiff von dem Quäntchen Glück, das an diesem Tag auch dazu gehört habe, dass seine Mannschaft mit 33:31 (18:14) gegen den VfL Gummersbach gewonnen habe. Auswärts in Gummersbach in die Saison der Handball-Bundesliga zu starten, so Wiegert, könne schwieriger kaum sein. Die 4132 Zuschauer hatten die erneut ausverkaufte Schwalbe-Arena wie gewohnt in einen Hexenkessel verwandelt.

Dabei war ihre Mannschaft nicht gut in die   Partie gekommen. Zudem musste der VfL mit Alex Dujshebaev und Teitur Einarsson gleich auf zwei der drei halbrechten Rückraumspieler verzichten. Beide laborieren an muskulären Problemen. So war Kay Smits zwar allein auf der Position, spielte aber souverän und gehörte mit seinen acht Treffern zu den besten Werfern der Gummersbacher.

Die Abwehr des VfL Gummersbach stand nicht

Die hatten zu Beginn vor allem Probleme in der Abwehr, was Magdeburg mit seinen schnellen Angreifern nutzte und mit 4:1 (5.) in Führung ging. Dabei hatte es bereits in der dritten Minute eine   Zwei-Minuten-Strafe gegen Magnus Saugstrup gegeben. Während die Gäste trafen, setzten die Hausherren den Ball an den Pfosten, verpassten das leere Tor oder leisteten sich einen Fehlpass. Als dann auch noch Nikola Roganovic zunächst mit dem Siebenmeter scheiterte und dann auch den Nachwurf abgepfiffen bekam, ging der Deutsche Meister mit 7:2 (8.) in Führung.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson stellte um und brachte in der Abwehr Kristjan Horzen, der gemeinsam mit Tom Kiesler den Mittelblock bildete. Die beiden nannte ihr Trainer anschließend die besten Eins-gegen-Eins-Abwehrspieler der Liga. Was nötig sei gegen die beweglichen Magdeburger. Die Abwehr stabilisierte sich. Das half auch Torhüter Ignacio Biosca, der für den bis dahin glücklosen Bertram   Obling ins Tor wechselte. Der Spanier hielt und seine Vorderleute verkürzten den Rückstand, waren beim 10:11 (19.) auf ein Tor an Magdeburg herangerückt. Beim 13:13 (23.) hatten die Gummersbacher ausgeglichen, leisteten sich in der Folge jedoch erneut Fehler, während die Magdeburger auf 18:14 zur Pause davonzogen.

Der letzte Freiwurf des jungen Neuzugangs Nikola Roganovic ging mit dem Schlusspfiff über die Mauer am Tor vorbei. Der 20-Jährige wirkte bei seinem Bundesligadebüt gerade am Anfang sehr nervös. Dass er sich Fehlwürfe, darunter zwei Siebenmeter geleistet hatte, nahm sein Trainer anschließend auf seine Kappe, habe er ihn doch angehalten zu werfen.

Handballer Miro Schluroff in einer Angriffssituation.

Miro Schluroff war der beste Werfer des VfL Gummersbach.

Nach dem Wiederanpfiff sorgte vor allem Miro Schluroff, mit elf Treffern der beste Werfer des Spiels, dafür, dass seine Mannschaft wieder herankam. Zwar setzten sich die Gäste erneut ab und führten mit 28:23 (49.), doch der VfL ließ   sich nicht abschütteln. Sigurdsson setzte auf den siebten Feldspieler. Das habe   erstaunlich gut funktioniert, wie der VfL-Trainer nach dem Abpfiff sagte. Dabei sei es eine Spielform, die er selten wähle.

Es wurde noch einmal richtig hitzig in der Schwalbe-Arena, wobei die Entscheidungen der Schiedsrichter dazu beitrugen. Als der wieder eingewechselte Bertram Obling gegen den bis dahin sicheren Siebenmeterwerfer Matthias Musche einen Strafstoß parierte (55.), war der VfL auf 28:30 herangekommen. Nun kam es   zu dem von Bennet Wiegert angesprochenen Glücksmoment für sein Team. Milos Vujovic, extra für den Siebenmeter des VfL Gummersbach eingewechselt, knallte den Ball an den Pfosten, im Gegenzug erhöhte Musche auf 31:28 (57.). „Wer weiß, was passiert wäre, wenn der VfL auf ein Tor verkürzt hätte“, sagte der Magdeburger Trainer. Er sprach damit an, wie die Fans den VfL besonders in dieser Phase nach vorne peitschten.

Die Magdeburger brachten den Vorsprung über die Zeit. Sigurdsson sprach von einem verdienten Sieg für die Gäste. Er lobte in der Abwehr Tom Kiesler und Kristjan Horzen. Im Angriff hob er Miro Schluroff und Kay Smits hervor. Zudem habe seine Mannschaft wenige technische Fehler gemacht. In der ersten Halbzeit hatte er sechs gezählt, nach der Pause noch zwei. „Aber Magdeburg macht eben keine“, und sei damit einen Schritt voraus. Der Gummersbacher Trainer erklärte, aber zufrieden mit seiner Mannschaft zu sein, was deren Einsatz und den Willen anging.

Für die Gummersbacher geht es bereits am Mittwoch, 20 Uhr, weiter mit dem Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen, die zum Saisonauftakt mit 31:32 beim TSV Hannover-Burgdorf unterlagen.

Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (7), Kodrin (1), Schluroff (11), Hallbäck (2), Roganovic (1), Horzen (1), Smits (8/1).

Tore SC Magdeburg: Musche (9/6), Claar (5), Ramussen (1), Kristjansson (7), Magnusson (3), Jonsson (3), Mertens (1), Saugstrup (4).