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Handball-BundesligaVfL Gummersbach lässt Südkorea keine Chance

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Gardar Ingi Sindrason setzt sich gegen die südkoreanische Abwehr duch.

Südkorea hatte gegen den Tempohandball des VfL Gummersbach kaum eine Chance.

Rund 3000 Fans kamen zur Saisoneröffnung des VfL Gummersbach auf den Heiner-Brand-Platz und in die  Schwalbe-Arena.

Die Vorfreude auf die neue Saison der Bundesliga-Handballer des VfL Gummersbach war am Samstag deutlich zu spüren. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass es in der Meisterschaft schwierig ist, an Eintrittskarten zu kommen, tummelten sich viele Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder vor der Schwalbe_Arena in Blau und Weiß gekleidet. Bei hohen Temperaturen siegte der VfL in der Schwalbe-Arena gegen die südkoreanische Nationalmannschaft deutlich mit 49:28 (24:14).

Eine lange Schlange gab es auch vor dem Verkaufsstand für die neuen Trikots des VfL. Nastasja Kleinjung, Leiterin Medien & Kommunikation, beriet Lenni (9) und Marten (10), die aus Bergkamen nach Gummersbach gekommen waren. Sie spielen   dort in der Kreisliga Handball, doch einen Erstligisten gibt es dort nicht. So werden sie ab jetzt das Trikot des VfL tragen.

Die beiden Jungen haben die beiden Trikots des VfL anprobiert.

Die beiden Handballer Marten und Lenni waren aus Bergkamen gekommen. Nastasja Kleinjung beriet sich beim Trikotkauf.

Ob Elias Falkenberg (5) demnächst Handball spielen wird, bezweifelt seine Mutter. Der junge Bergneustädter ist der Sohn von   Fußball-Torhüter Dennis Falkenberg und der trainiert schon kräftig mit seinem Sohn. An diesem Tag spielte Elias mit VfL-Maskottchen Gummi an der Dartscheibe, auf die er die weichen Bälle wirft. Die U17 der Handballakademie des VfL Gummersbach war für die Organisation an der Scheibe zuständig.

Einen ersten Blick auf die Mannschaft mit ihren Neuzügangen warfen die rund 3000 Fans, die sich auf dem Platz und in der Schwalbe-Arena sammelten, im Spiel gegen die südkoreanische Nationalmannschaft. Die wurde vor dem Anpfiff mit ihrer Nationalhymne begrüßt.

Elias Falkenberg neben Maskottchen Gummi

Elias Falkenberg kommt einer Fußballerfamilie, probierte aber gemeinsam mit VfL-Maskottchen an der Dartscheibe den Handball.

Die Südkoreaner sind in Deutschland unterwegs, um sich auf die Asia Games vorzubereiten, wie es Teammanger Yun Jin erklärte. Deutschland habe die beste Liga der Welt und man wolle ich mit den Besten messen. Kyung-Shin Yoon, der in Südkorea eine echte Handballikone sei, habe viel vom VfL Gummersbach erzählt, berichtete Yun Jin. Und auch in der Halle kommt das Gespräch unter den Fans immer wieder auf Nick Yoon, wie er in seinen Jahren in Gummersbach genannt wurde.

Zwei Tage zuvor war die südkoreanische Mannschaft bereits im Oberbergischen und trat in Radevormwald gegen den Bergischen HC an. Der Bundesligist setzte sich mit 39:34 (17:12) durch.

Der spanische Neuzugang Alex Dujshebaev führt die Mannschaft gegen die südkoreanische Nationalmannschaft an

Der VfL, der von Alex Dujshebaev angeführt wurde, ließ die Gäste nicht ins Spiel kommen. Der spanische Neuzugang zeigte einige seiner genialen Anspiele und setzt seine Mitspieler damit in Szene. Gummersbach führte mit 6:0 (8.), als Südkorea de erste Auszeit nahm . Den ersten Fehlwurf in Reihen des VfL erlaubte sich Mathis Häseler in der zwölften Minute und Ludvig Hallbäck traf zur 16:6-Führung (19.). Dem Gummersbacher Tempospiel hatten die Gäste wenig entgegen zu setzen. Nach der Pause ging es so weiter und am Ende stand der mehr als deutliche 49:28-Sieg, bei dem kein Gummersbacher Handballer den 50. Treffer erzielen wollte.

Nach dem Abpfiff kamen die VfL-Handballer auf den Heiner-Brand-Platz und präsentierten   sich ihren Fans, gaben einen Ausblick auf   die neue Saison und standen für Fotos bereit.

Bevor der VfL am Sonntag, 30. August, 15 Uhr, den Deutschen Meister SC Magdeburg zum Bundesligastart erwartet, tritt die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson beim Europ`A Cup in Straßburg an. Gegner ist am Freitag im Halbfinale Montpellier Handball. Im zweiten Halbfinale treten einen Tag später HBC Nantes und Orlen   Wisla Plock an, ehe am Sonntag die Spiele um Platz drei und das Finale anstehen.

Tore VfL Gummersbach: Kodrin (3), Smits (1), Häseler (4), Vidarsson (3), Schluroff (1), Roganovic (7/1), Dujshebaev (5), Horzen (8), Hallbäck (4), Blohme (4), Vujovic (8), Sindrason (1).


Die Fans und ihre Erwartungen

Porträt Jasmin Häner

Für Jasmin Häner begann ihre Begeisterung für den VfL mit einem Spiel vor vielen Jahren gegen die Nationalmannschaft von Südkorea.

Jasmin Häner (39) war ungefähr zwölf Jahre alt, als sie die Handballer des VfL Gummersbach zum ersten Mal in der Eugen-Haas-Halle sah. Gegner war die Nationalmannschaft aus Südkorea. Seitdem hat es sie gepackt und sie ist schon lange Mitglied im Fanclub Blue-White Dynamite. „In der vergangenen Saison ist der VfL auf Platz vier knapp am Champions-League-Platz gescheitert“, sagt sie und fragt, warum es in dieser Saison nicht die Champions League sein sollte. „Mit dem Kader, den der VfL hat, ist es schon fast ein Muss.“ Dazu kommt ihr persönliches Ziel, dass der VfL in der Abschluss-Tabelle vor dem THW Kiel stehen soll.

Mutter und Sohn in Fankleidung

Jutta Pfundheller und Sohn Mads sind aus Aschaffenburg nach Gummersbach gekommen.

Jutta Pfundheller (43) und Sohn Mads (6) kommen aus Aschaffenburg und haben extra ihren Urlaub im tiefsten Bayern unterbrochen, um bei der Saisoneröffnung des VfL zu sein. Sie ist mit einem gebürtigen Gummersbacher verheiratet. Den VfL schaut sich die Familie vor allen in Auswärtsspielen Wetzlar oder bei den Rhein-Neckar an. „Das ist für uns näher und es ist ja auch schwierig, Karten für die Schwalbe-Arena zu bekommen“, sagt Jutta Pfundheller. Sohn Mads muss nicht Lange überlegen, wer sein Lieblingsspieler ist. Miro Schluroff, erklärt der Sechsjährige. Mutter und Sohn hoffen, dass der VfL so erfolgreich wie in der vergangenen Saison spielen und vom Verletzungspech verschont bleiben wird.

Porträt Andreas Stranzenbach

Andreas Stranzenbach aus Ründeroth hat sich ein Trikot von VfL-Neuzugang Nikola Roganovic gekauft.

„Ich hoffe, dass wir den Abgang von Julian Köster verkraften werden“, sagte der Ründerother Andreas Stranzenbach (48). Wer die Rolle übernehmen soll, ist dem langjährigen Dauerkarteninhaber klar. Er trägt schon das Trikot mit der Nummer 23 und das ist Neuzugang Nikola Roganovic. Stranzenbach ist ein sehr treuer Fan, war beim Abstieg in Bietigheim ebenso dabei wie bei allen Heimspielen sowie 50 Prozent der Auswärtsspiele.

Das Ehepaar aus Bergneustadt vor der  Halle 32

Bei Bärbel und Achim Hahn ist der VfL Gummersbach auch Familiensache.

Seit Geburt an, sagt Bärbel Hahn (71) lachend, sei sie Fan des VfL Gummersbach. Ihr Mann Achim (70) hat selber Handball gespielt. Als die Eheleute von Bergneustadt nach Gummersbach starteten, hatte sie schon Familienrat abgehalten. Mit Kindern und Enkeln wollen sie den VfL am Dienstag, 22. Dezember, in der Kölner Lanxess-Arena sehen. Beim vorherigen Spiel gegen die Füchse war Familie Hahn mit zwölf Personen unterwegs und hatte richtig Spaß. „Wir sind Rentner“, erklärt Achim Hahn mit einem Augenzwinkern, dass sie daher keine Zeit für eine Dauerkarte hätten. Ab und zu leisten sich beide aber schon den Eintritt in die Schwalbe-Arena. Das sei es ihnen wert. Sie hoffen, dass der VfL an die Leistung aus der vergangenen Bundesligasaison anknüpft und sich erneut für Europa qualifiziert.