Bei der Saisoneröffnungspressekonferenz gaben Geschäftsführer, Trainer und Spieler einen Ausblick auf die neue Meisterschaftsrunde.
Handball-BundesligaBis zum Liga-Start arbeitet der VfL Gummersbach noch am Timing

Gaben einen Ausblick auf die Saison: VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson und Geschäftsführer Christoph Schindler.
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Gestartet wird gegen die Besten: In zwei Woche erwartet der VfL Gummersbach den Deutschen Meister SC Magdeburg zum Saisonauftakt in der Handball-Bundesliga. Die Mannschaft ist schon gut aufgestellt und die Vorfreude groß, dass es wieder losgeht. Das betonen Geschäftsführer, Trainer und Spieler bei der Pressekonferenz in der Schwalbe-Arena.
Bevor es ernst wird, steht am heutigen Samstag, 15 Uhr, noch das Testspiel gegen die südkoreanische Nationalmannschaft an, zu dem der Eintritt frei ist und das mit einem bunten Programm umrahmt wird. Für die Fans eine Möglichkeit, die Mannschaft mit ihren neuen Spielern live zu sehen, sagt Trainer Gudjon Valur Sigurdsson und hofft auf viele Zuschauer, um den Neuzugängen einen Eindruck von der speziellen Stimmung in der Halle zu geben.
So richtig weiß man erst, wo man steht, wenn die Bundesliga anfängt, dann kommt die Wahrheit ans Licht
Noch müsse am Timing in Abwehr und Angriff gearbeitet werden, sagt der VfL-Trainer mit Blick auf die kommenden beiden Wochen. „So richtig weiß man erst , wo man steht, wenn die Bundesliga anfängt“, erklärt Sigurdsson, „dann kommt die Wahrheit ans Licht“.
„Das Gehirn funktioniert wieder“, sagt Ellidi Vidarsson lachend. Er hatte einen Rückfall nach seiner Gehirnerschütterung im Bundesligaspiel gegen Frisch Auf Göppingen erlitten. Doch haben die Spezialisten in Hamburg und Köln mittlerweile grünes Licht gegeben, so dass der Kreisläufer schon beim Heide-Cup auflaufen konnte. Vidarsson hat als Kapitän die Nachfolge von Julian Köster angetreten, der zum THW Kiel gewechselt ist. Sein Stellvertreter ist Tom Kiesler, dazu würden zwei weitere Spieler, je nach Bedarf, den Mannschaftsrat vervollständigen, so der VfL-Trainer.
Alex Dujshebaev wird mit Schulterproblem geschont
Da Stepan Zeman nach seiner Augenverletzung wieder genesen ist, fehle im Moment nur noch Alex Dujshebaev, der an Problemen mit der Schulter laboriere. Dass er geschont werde, bezeichnet Sigurdsson als Vorsichtsmaßnahme.
Er habe einen sehr, sehr positiven Eindruck von der Mannschaft und höre auch weitgehend Gutes vom Trainer, sagt VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler. Die Neuzugänge auch als Persönlichkeiten in die Mannschaft zu integrieren, schreite gut voran. Grundsätzlich sei die Kaderplanung abgeschlossen und erst mal keine weiteren Verpflichtungen geplant, führt Schindler aus. Dabei weiß er durchaus, dass die Belastungen durch Bundesliga und Europa League deutlich höher für den letztjährigen Tabellenvierten geworden sind. Ebenso wie die Erwartungshaltung. „Aber wir sind extrem froh, die Doppelbelastung zu haben.“ Zumal jede Reise und jedes Spiel in der Europa League seine Besonderheit haben.
VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler freut sich über den guten Dauerkartenverkauf
Erfreut blickt Schindler auf den Kartenvorverkauf. Über 99 Prozent der Dauerkarteninhaber hätten diese zur neuen Saison verlängert. Deutlich besser als vor zwei Jahren sei mit rund 2000 Dauerkarten auch der Verkauf der Tickets für die Europa-League gelaufen und für das Highlightspiel im Dezember gegen die Füchse Berlin in der Lanxess-Arena seien in den ersten 14 Tagen bereits 10.000 Karten verkauft worden. „Das Spiel ist eine gute Gelegenheit, viele Leute auf den Handball aufmerksam zu machen“, sagt der Geschäftsführer. Für jeweils fünf Jahre haben der neue Hauptpartner Wandelt und der neue Ausrüster Puma beim VfL unterschrieben. „Trotzdem sind wir weiterhin auf jeden Fan in der Halle angewiesen.“
„Wir haben eine gute Mannschaft und wollen uns verbessern“, erklärt Ellidi Vidarsson, dass alle gut drauf seien und hohe Ambitionen hätten. Vor allen sei die Mannschaft topfit, erklärt der Isländer, dass sie sogar eine der fittesten in der Liga sei.
Für ein ungläubiges Lächeln sorgte die Aussage von Tom Kiesler, dass das Trainingslager diesmal nicht so hart gewesen sei. Zumal kurz darauf Neuzugang Ignacio Biosca erklärte, dass die Saisonvorbereitungfür ihn so hart wie bei noch keinem anderen Verein gewesen sei. Der Torhüter hob zudem die gute Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Bertram Obling und Torwarttrainer André Teixera hervor.
Rückraumwerfer Nikola Roganovic erklärte, dass er sich in Gummersbach von Beginn an zu Hause gefühlt habe und damit sei die Entscheidung für den VfL leicht gewesen. Und Gardar Ingi Sindrason lobte die tolle Atmosphäre im Team.
