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Datum steht festErstmals findet am 27. Juni in Gummersbach ein „Christopher Street Day“ statt

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Im Rahmen einer Fotoaktion auf dem Bismarckplatz wurde das Datum für den CSD in Oberberg bekanntgegeben.

Im Rahmen einer Fotoaktion auf dem Bismarckplatz wurde das Datum für den CSD in Oberberg bekanntgegeben. 

Am Montag haben die beiden Organisatorinnen und weitere Engagierte im Rahmen einer Fotoaktion das Datum für den CSD bekanntgegeben.

Jetzt steht das Datum fest: Am Samstag, 27. Juni, findet in Gummersbach als Finale der Pride Week Oberberg erstmals ein „Christopher Street Day“ (CSD) statt. Das haben die beiden Organisatorinnen und weitere Engagierte am Montagabend im Rahmen einer Fotoaktion auf dem Bismarckplatz vor dem Gummersbacher Rathaus bekanntgegeben – an dem Ort, an dem der CSD stattfinden wird. Ausrichter ist das oberbergische Netzwerk gegen Rechts, wie dessen Sprecherin Nadine Lindörfer berichtet. Sie plant den CSD gemeinsam mit Mitorganisatorin Angie.

Tanzdemo vom Steinmüllergelände zum Bismarckplatz beim CSD

Was genau ist in Gummersbach geplant? Eine große Parade mit Wagen, wie in Köln, wird es im Oberbergischen nicht geben. Stattdessen soll eine Tanzdemo stattfinden, verrät Lindörfer. Die Demo startet am 27. Juni mit einer Kundgebung um 14 Uhr am Kino Seven auf dem Steinmüllergelände. Danach zieht der Demonstrationszug bis zum Bismarckplatz, wo ein politisches Fest mit Reden, Musik, Kunst, Beratungsangeboten und vor allem viel Austausch stattfindet. „Es soll aber auch ein Familienfest sein“, sagt Lindörfer und hofft auf viele Besucherinnen und Besucher.

Aber auch die Sorge vor Anfeindungen sei da, sagt sie. Die Gruppe, die sich am Montag mit bunten Schildern, auf denen „CSD OBK“, das Datum sowie das CSD-Motto „Queer. Proud. Bergisch. Laut“ zu lesen ist, fürs Foto positioniert, ist auch deshalb froh, dass es an diesem Abend auf dem Bismarckplatz kein Publikum gibt. Aber die gute Nachricht: Das Feedback auf den ersten CSD in Gummersbach sei in den sozialen Netzwerken bislang durchweg positiv.

Zur Datumsverkündung sind auch viele junge Menschen gekommen. „Ich finde es selbstverständlich hier zu sein. Es wird höchste Zeit, dass es auch in Oberberg einen CSD gibt und dass wir den Raum für Leute der queeren Community schaffen, den sie benötigen“, sagt Mo Schümann. Ethan Eckenroth ergänzt: „Es sollte normal sein, ohne Angst vor Anfeindungen wegen der eigenen Sexualität durch die Stadt gehen zu können.“ Auch Cleo Schröder möchte sich beim CSD in Gummersbach gegen Diskriminierung positionieren und die Vielfältigkeit feiern. Dem stimmen Amelie Richter und Anastasia Andreev zu und hoffen auf viele gute Gespräche.

Dem CSD in Gummersbach voran geht die Pride Week Oberberg vom 20. bis 27. Juni, die erneut unter der Federführung des Netzwerks gegen Rechts stattfindet. Wie im Vorjahr wird es zahlreiche Veranstaltungen zum Umgang mit der eigenen sexuellen Identität geben. Das Netzwerk sucht aktuell noch Kooperationspartnerinnen und -partner. Infos sind auf der Veranstaltungswebsite und auf dem Instagram-Account @csdoberberg zu finden.