Ein zusätzliches Kipp-Volumen von 775.000 Kubikmeter soll für 20-30 Jahre reichen.
Kaum AlternativenErddeponie in Gummersbach-Flaberg soll deutlich wachsen

Die Deponieflächen für Erdaushub sind in Oberberg schon seit Jahren ein Thema, weil sie begrenzt sind.
Copyright: Andreas Arnold (Archivfoto)
Die Erddeponie in Gummersbach-Flaberg soll erweitert werden. Was die Bergische Erddeponiebetriebe GmbH (BEB) in Flaberg plant, das schilderte Geschäftsführer Lars Klapp im Gummersbacher Ausschuss für Stadtentwicklung, obwohl das Gremium für die Genehmigung selbst nicht zuständig ist. Diese obliegt dem Oberbergischen Kreis. Gummersbachs Erster und Technischer Beigeordneter Jürgen Hefner sagte, dass es im Kreis so gut wie keine Möglichkeiten gebe, Erdaushub abzukipppen. Daher sei der Bedarf an entsprechenden Flächen nach wie vor groß. Die Stadt Gummersbach unterstütze daher die Pläne der BEB. Deren tägliche Fahrten seien gedeckelt. Und mit Blick auf eine mögliche Verschmutzung der Landstraße durch Lastwagen, die a von der Kippe kämen, habe die BEB erst kürzlich in zwei neue hochmoderne Reifenradwaschanlagen investiert. Eine steht in Flaberg, die andere in Lindlar (Steinbruch an der Eremitage). Hefner berichtete, dass er sich die neue Technik angesehen habe und davon begeistert gewesen sei.
Die Anlage in Kürten ist noch im Aufbau
Lars Klapp gab einen Überblick über die Deponien in der Region, die für Erdaushub gedacht seien. Da sei zum einen der Steinbruch in Nümbrecht-Büschhof, der noch eine Laufzeit bis zum Jahr 2042 habe. Das Restvolumen bezifferte Klapp auf gut 620.000 Kubikmeter. Im Jahr 2025 wurden hier gut 76.000 Kubikmeter Erdaushub abgekippt. Die Lindlarer Anlage im Steinbruch an der Eremitage hat ein Restvolumen von 255.000 Kubik. Jährlich können dort aber nur rund 20.000 Kubikmeter abgekippt werden. Grund ist das Abbaukontingent des Steinbruchs. Die Laufzeit geht bis ins Jahr 2079. Im Aufbau ist die Anlage Kürten-Höchsten, die laut Klapp aber nur für den Rheinisch-Bergischen Kreis mit Hinblick auf die langen Anfahrten aus dem Oberbergischen interessant sei.
Die Deponie Gummersbach-Flaberg habe in ihrer jetzigen Form noch ein Restvolumen von rund 113.000 Kubikmeter. Davon gehen 20.000 Kubik runter für eine Rekultivierungsschicht. Im vergangenen Jahr wurden hier rund 37.000 Kubik angeliefert. In diesem Jahr werden es wohl an die 40.000 werden. Geplant ist nun, die bestehende Deponie auszuweiten. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die nicht mehr genutzte Kippe der Firma Schmidt & Clemens, die bei entsprechender Genehmigung weiter überdeckt werden könnte. Das Volumen der erweiterten Deponie bezifferte Klapp auf 775.000 Kubikmeter. Ein Volumen, das für die kommenden 20-30 Jahre genügen soll.
