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Made in GummersbachDie Brands feiern mit dem Spiel „Exit“ Zehnjähriges

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Inka und Markus Brand vor der Sammlung ihrer Spiele.

Inka und Markus Brand vor der Sammlung ihrer Spiele.

Gummersbacher Spielentwickler haben von dem Brettspiel inzwischen 35 Folgen beim Kosmos-Verlag veröffentlicht.

Die Eheleute Inka und Markus Brand aus Gummersbach können in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen feiern. Bereits vor 20 Jahren haben die beiden Spieleentwickler mit ihr erstes Brettspiel auf den Markt gebracht. Und vor zehn Jahren ging der Hype mit der „Exit“-Spielreihe los. Das Jubiläum solle gebührend gefeiert werden, verrät Markus Brand. Doch was ist „Exit“? Die Spiele basieren auf dem Trend der sogenannten Escape Games. Im Kern geht es darum, aus einer Situation zu entkommen.

Die Spiele sind so konzipiert, dass man sie nur einmal spielen kann, denn die Lösung ist nach dem ersten Durchlauf ja bereits bekannt. Die ersten Spiele der Serie waren „Das geheime Labor“, „Die verlassene Hütte“ und die „Die Grabkammer des Pharao“, die allesamt im Jahr 2016 erscheinen sind. Bereits vor diesem Erfolg mit „Exit“ waren die Brands preisgekrönte Spieleentwickler. So hatten die beiden im Jahr 2009 für das Spiel „Burg der 1000 Spiegel“ und 2011 für das Spiel „Monsterfalle“ jeweils den Deutschen Kinderspiele-Preis erhalten.

Seit dem Jahr 1999 tüfteln die Brand an Spielen

Seit dem Jahr 1999 tüfteln die Gummersbacher an Brettspielen: Im Jahr 2006 war „Das große Dinosaurier-Spiel“ das erste veröffentlichte Werk. Inzwischen ist auch Tochter Emely in der Denkfabrik für neue Spiele mit an Bord. Und was haben der Kosmos-Verlag und die Brands im Jubiläumsjahr auf der Agenda? Geplant sei, dass ein eigens gebauter Escape-Bus von Händler zu Händler touren soll, wie Markus Brand berichtet. Dieser ist als Geldtransporter gestaltet und muss, wenig überraschend, von den Besuchern geknackt werden. „Exit“-Fans wollen halt immer eine Aufgabe bekommen und lösen.

Für Oktober kündigen die Brands eine weitere Ausgabe der „Exit“-Reihe an. Diese kommt, wie es sich für ein Jubiläum gehört, als Sonderedition auf den Markt – angefangen bei der Aufmachung in Form einer Metalldose bis hin zu vielen Bonuszugaben. Diese Folge von „Exit“ dürfte die Fans also rasch in die Geschäfte locken. Zum Zehnjährigen geht es mit „Exit“ zudem auf Live-Tour. Stationen sind Stuttgart, Essen und Köln. Bei der interaktiven Show rund um die Welt der „Exit“-Rätsel dabei sind Inka und Markus Brand, die von Buchautor Jens Baumeister begleitet werden. Durch die Abende führt WDR-Moderator Tobias Häusler.

Tochter Emely ist jetzt auch mit im Team

Ein Thema wird sein, woher die Ideen für die Spiele kommen. Nach jetzt 35 Folgen sagt Markus Brand, dass er sich schon nach den ersten drei Folgen gefragt habe, wie es weitergeht. „Und wir haben auch gesagt, dass wir eine Pause machen, wenn wir das Gefühl haben, es läuft nicht. Doch es läuft.“ Mit Tochter Emely (23) sei zudem noch einmal frischer Wind in die Entwicklung gekommen. Wie beliebt „Exit“ am Markt ist – übrigens über viele Jahre das erfolgreichste Brettspiel in Deutschland – sieht man auch daran, dass die Brands anfangs drei Folgen pro Jahr liefern mussten, heute sind es acht.

Kein Wunder, dass Markus Brand in seiner Versicherungsagentur nur noch einen Tag in der Woche verbringt. Die übrige Zeit widmet er sich mit Tochter und Ehefrau der Entwicklung neuer Spiele. Und dazu gehört auch, dass die Familie den Austausch mit anderen Entwicklern pflegt. Bereits seit 20 Jahren gibt es Treffen im Käthe-Strobel-Haus in Lieberhausen, zu dem an die 100 Leute kommen.