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NotfallsanitäterOberberg hat Nachwuchs für den Kampf ums Leben

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Der Abschlusskurs 2026.

Nach der Zeugnisübergabe sind die frisch gebackenen Notfallsanitäter ab sofort einsatzbereit.

Die Rettungsfachschule Oberberg hat jetzt 15 neue Notfallsanitäter ins Berufsleben entlassen.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Einsatzzahlen für den oberbergischen Rettungsdienst verdoppelt – und für das kommende Jahrzehnt rechnet die Kreisverwaltung mit einer weiteren deutlichen Erhöhung. Der Kreis hat auf diese Entwicklung bereits 2015 reagiert und eine eigene Rettungsfachschule an der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS) etabliert. Von dort gibt es nun gute Nachrichten: Insgesamt 15 Auszubildende erhielten jüngst ihre Zeugnisse als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter. 14 von ihnen werden damit künftig den Einsatzdienst im Oberbergischen verstärken, einer wurde für die Feuerwehr Lüdenscheid ausgebildet.

Dienst im Rettungswagen oder im Notarzteinsatzfahrzeug

Die jungen Frauen und Männer haben, koordiniert von Kursleiterin Julia Peterek, fast 4000 Ausbildungsstunden in drei Jahren hinter sich gebracht – nicht nur auf der Schulbank, sondern vor allem auf den Rettungswachen im Kreisgebiet und in den hiesigen Krankenhäusern. In ihrem Grußwort bei der Abschlussfeier betonte Peterek, dass niemand die Ausbildung abgebrochen habe. Wörtlich verabschiedete die Kursleiterin ihre Schützlinge mit dem Satz: „Die Straßen, auf denen ihr unterwegs seid, werden durch euch bessere Orte.“

Mit dem Examen ist der Nachwuchs nun vielfältig einsetzbar, von Dienst im Rettungswagen oder im Notarzteinsatzfahrzeug bis hin zu Notaufnahmen und Intensivstationen. Das stellte auch Stefan Heße, Allgemeiner Vertreter des Landrates, heraus, der zudem auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Berufs hinwies: „Unser Gesundheitssystem braucht Menschen wie Sie – wir brauchen Menschen wie Sie."

Rettungsdienst wird immer stärker in Anspruch genommen

Ralf Mühlenhaus, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises, wiederum ging auf die wachsende Inanspruchnahme des Rettungsdienstes ein, bedingt durch den demografischen Wandel sowie den Umstand, dass der Rettungsdienst zunehmend auch für sogenannte versorgungsmedizinische Anliegen in Anspruch genommen werde. Zugleich machte er deutlich, dass der Rettungsdienst diese Anliegen der Bevölkerung ernst nehmen müsse, weil er eine Garantenstellung in der medizinischen Versorgung habe.

Der nun verabschiedete Kurs war für die AGewiS bereits der 13. erfolgreiche Durchgang bei der Ausbildung von Notfallsanitätern. Die Absolventinnen und Absolventen des jüngsten Kurses sind: Helene Bohle, Jennifer Brungs, Benedikt Burkhardt, Lars Doert, Sophie Köhn, Antonio Lamarra, Finn Lorenzen, Martha Müller, Gabriel Simon Quack, Anna-Lena Runkel, Meike Seimen, Franziska Josephine Stoffel, Nils Teckhaus, Letizia Penelope Weber und Maxima Leona Wilken.