Fast wäre Schluss gewesen. Nun wächst der Pfadfinderstamm St. Felizitas in Gummersbach wieder und sucht weitere Mitglieder.
Pfadfinder in GummersbachNach Corona wächst der Stamm St. Felizitas wieder

Bei einem der Pfadfinder-Treffen lernten die Kinder, wie man nur mit Stöcken ein Feuer macht.
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Auf dem Gelände vor der Unterkirche der katholischen Gemeinde St. Franziskus herrscht dienstagabends reger Betrieb. Das war jedoch nicht immer so, denn der Pfadfinderstamm St. Felizitas, der Teil der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) ist, hätte die Corona-Pandemie beinahe nicht überlebt. „Während Corona sind wir auf nur noch ein Kind und zwei Leiter geschrumpft, das Ende war quasi in Sichtweite“, berichtet Jan Janitza, Leiter der Wölflinge, also der Stufe vor den Jungpfadfindern und nach den Kleinsten, den Bibern.
Es soll um ein Miteinander statt ein Gegeneinander gehen, jeder soll mitmachen können und sich um die anderen kümmern
Das wollte man in Gummersbach so nicht hinnehmen, schließlich kann der Stamm St. Felizitas auf eine lange Tradition zurückblicken. „Schon unsere Großeltern waren Pfadfinder“, sagt Janitza. Also machte man sich auf den langen Weg des Wiederaufbaus – mit Erfolg. Heute gehören wieder zwölf Kinder und Jugendliche dem Stamm an.
Ein wichtiger Teil der Pfadfinderarbeit besteht darin, die Kinder ab sechs Jahren zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen zu entwickeln. Jan Janitza erläutert: „Es soll um ein Miteinander statt ein Gegeneinander gehen, jeder soll mitmachen können und sich um die anderen kümmern.“ Über das kontinuierliche Wachstum des Stammes freut er sich genauso wie der 1. Vorsitzende Jonas Zimmermann.
Feuer machen und Verantwortung lernen
Sie wollen den Kindern etwas bieten, damit sie dabeibleiben. So wird bei einem der Treffen gelernt, wie man nur mit Stöcken ein Feuer macht. Der sechsjährige Leo versucht sich darin. Mit der Hilfe von Jan Janitza klappt es schließlich und wenig später kräuselt in der Feuerschale der Rauch im kunstvoll aufgeschichteten Holzstapel. „Das ist schon cool, das so zu lernen“, sagt der Junge begeistert.
Aktuell ist die Gruppe noch bunt gemischt, denn mit nur zwölf Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren geht das nicht anders. „Eigentlich ist man von etwa sieben bis zehn Jahren Wölfling, dann wird man bis zum Alter von 13 oder 14 Jahren Jungpfadfinder. Bis 16 ist man Pfadfinder und von 16 bis maximal 21 Jahre schließlich Rover“, zählt Janitza die Stufen auf, die man bei den St.-Georgs-Pfadfindern durchlaufen kann – danach ist man Leiterin oder Leiter.
Janitza betont, dass alle interessierten Jungen und Mädchen eingeladen sind, am Dienstagnachmittag ab 17.30 Uhr in eine Gruppenstunde hineinzuschnuppern. „Jeder und jede ist willkommen“, betont er. Da die Arbeit in der Natur ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist, gehen die Pfadfinder auch in den Wald. „Zu unserem Jahresprogramm gehören unter anderem die Teilnahme am internationalen Pfingstzeltlager in Westernohe, wir holen das Friedenslicht aus Bethlehem im Kölner Dom ab und nehmen am Weltkindertag und dem Hexenbuschfest hier in Gummersbach teil“, berichtet Jonas Zimmermann. Er betont zudem, dass auch interessierte Leiterinnen und Leiter gesucht würden.
Und auch, wenn der Stamm momentan noch immer relativ klein ist, so sind die Freude und die Motivation, weiter zu wachsen, doch deutlich spürbar. Eine Kontaktaufnahme ist per WhatsApp möglich, unter 0163/718 56 97.
