Kleine silberne und goldene Stadtmedaillen gab es am Freitagabend beim Gummersbacher Bürgertreff.
Sozialer KittBürgertreff in Gummersbach mit vielen Ehrungen

Die Geehrten beim Gummersbacher Bürgertreff.
Copyright: Andreas Arnold
Sie engagieren sich in Vereinen, Kirchengemeinden, im Sport oder im Kampf gegen Rechtsextremismus: Beim traditionellen Bürgertreff im Rathaus hat Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit am Freitagabend Menschen ausgezeichnet, die sich seit Jahren für die Gemeinschaft einsetzen. Sieben Bürger erhielten die kleine silberne Stadtmedaille, Bajrus Saliu wurde mit der kleinen goldenen Stadtmedaille geehrt. Das Ehrenamt sei der soziale Kitt der Gesellschaft, betonte Halding-Hoppenheit. Es schaffe Begegnungen, stärke das Vertrauen und sorge dafür, dass Menschen nicht allein gelassen würden.
Neben den Ehrungen begrüßte er eine Delegation aus der französischen Partnerstadt La Roche-sur-Yon mit dem neuen Bürgermeister Romain Bossis. Die Städtepartnerschaft besteht seit 1968. Gerade angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spaltung sei sie ein wichtiges Zeichen für Verständigung und ein geeintes Europa.
Engagement für Bunte Kerke und den FC Borussia
Die kleine silberne Stadtmedaille erhielt Monika Kretschmer für ihren Einsatz in der Kirchengemeinde Lieberhausen. Sie engagiert sich im Presbyterium, war Vorsitzende des Kirchenchores und initiierte 2005 das Winterfest rund um die Bunte Kerke, dessen Erlöse dem Johannes-Hospiz Oberberg zugutekommen. Steffen Fastenrodt wurde für 50 Jahre Engagement beim FC Borussia Derschlag ausgezeichnet. Er wirkte am Bau des Vereinsheims und der Kunstrasenanlage mit und organisierte Dorffeste.
Evelyne Rudolph setzt sich seit mehr als 20 Jahren im Verschönerungsverein Berghausen ein, unter anderem bei der Grünflächenpflege und der Organisation von Veranstaltungen. Gert Daniel stellte als Elektromeister sein Fachwissen in den Dienst der Gemeinschaft, etwa bei Arbeiten am Bürgerhaus Niederseßmar und an der Dümmlinghauser Mühle. Gerhard Jenders erhielt die Medaille für seinen Einsatz gegen Rechtsextremismus. Seit 2012 führt er den Verein „Unser Oberberg ist bunt – nicht braun!“. Renate Meißner initiierte den Secondhandbasar in Dieringhausen, der seit 1994 mehr als 48.000 Euro für Kinder und Jugendliche eingebracht hat. Inga Bormann wurde für die Initiierung der Gummersbacher Handball-Ampelmännchen geehrt, deren Finanzierung sie über Spenden sicherte. Jens Klein schließlich sammelt mit seinen „JensLäufen“ Geld für Bedürftige.
Eine besondere Würdigung galt Bajrus Saliu, dessen Kampfsportlaufbahn 1974 begann. Über Jahrzehnte prägte er den Taekwondo-Sport in Gummersbach, leitete die Abteilung des VfL Gummersbach und gestaltete den Aufbau des TV Becketal mit. Saliu vermittelt nicht nur sportliche Fähigkeiten, sondern auch Disziplin, Respekt und Fairness. Er fördert junge Talente, organisiert bedeutende Wettkämpfe und hat mit dem internationalen Becketal-Cup den Sportstandort Gummersbach überregional bekannt gemacht. Darüber hinaus engagiert er sich als Stadtverordneter und in seiner Dorfgemeinschaft Reinghausen. Mit der kleinen goldenen Stadtmedaille würdigte Halding-Hoppenheit Salius jahrzehntelangen Einsatz für den Sport und die Gemeinschaft. Er sei damit ein wichtiger Brückenbauer für Gummersbach.
Auch das junge Gummersbach wurde geehrt.Der Bürgermeister überreichte den zehn Siegerinnen des Kunstwettbewerbs der weiterführenden Schulen die Preise. Platz eins belegte Kate Lilian Kurz von der Freien Waldorfschule, gefolgt von Anton Schwarzkopf (Freie Christliche Hauptschule) und Laura Harten (Freie Waldorfschule). Musiker der Musikschule Gummersbacher sorgten für einen ansprechenden Rahmen.
