Einstige Bildungseinrichtung steht weiter zum Verkauf – Archiv soll bleiben.
ImmobilienverkaufStadt Gummersbach schaut sich leerstehende Heuss-Akademie an

14.08.2026 Gummersbach Heuss-Akademie
Copyright: Andreas Arnold
Was wird aus der Immobilie der ehemaligen Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach-Niederseßmar? Einen Käufer gibt es bis dato noch nicht, dafür aber offenbar mehrere Interessenten, wie Sebastian Hahn, Leiter Planung, Organisation, Digitales der Friedrich-Naumann-Stiftung, auf Nachfrage dieser Zeitung sagt. Einen Ortstermin in Niederseßmar gab es auch mit der Stadt Gummersbach. Das bestätigt der Erste und Technische Beigeordnete Jürgen Hefner. Die Stadt habe sich einen Eindruck von den Räumen, deren Zuschnitten und am Ende auch vom baulichen Zustand der Immobilie machen wollen, sagte er auf Nachfrage.
Verkaufspreis von 3,5 Millionen wird nicht bestätigt
Und wie ist sein Eindruck? Die Immobilie sei sehr speziell und natürlich der ursprünglichen Idee, ein Tagungs- und Seminarort der FDP zu sein, entsprechend zugeschnitten. Dieser Zuschnitt lasse sich nicht mal eben für eine neue Verwendung umwandeln. Archiv könnte bleibenZur Frage, ob die Stadt sich die Immobilie womöglich für ein konkretes Vorhaben angeschaut habe, sagte Hefner indes nichts. Informationen dieser Zeitung, nach denen die Immobilie für 3,5 Millionen Euro angeboten wird, bestätigten weder Hefner noch Hahn.
Ende November 2025 hatte auf dem sogenannten Zauberberg der Abgesang auf die liberale Bildungseinrichtung stattgefunden, nachdem die FDP sich ihr einstiges Aushängeschild nicht mehr leisten konnte. Auslöser dafür war das Ausscheiden aus dem Bundestag gewesen und Einbruch der Einkünfte aus dem Parteienfinanzierungsgesetz. Zur „letzten Klappe“ kam noch einmal viel Prominenz, darunter auch der Enkel des ersten Bundespräsidenten und Namensgebers Theodor Heuss, Professor Ludwig-Theodor Heuss.
Komplett verwaist ist das Areal der Akademie aber dennoch nicht. Hahn berichtet, dass das Archiv des Liberalismus nach wie vor in Niederseßmar sei und dort auch erst einmal bleiben soll. So könnte es auch bleiben, wenn ein künftiger Käufer das Archiv als Mieter haben möchte. Vorstellbar sei aber auch, dass man bei einem entsprechend guten Preis für die Immobilie noch einmal umziehe, sagt Hahn. Wobei er auch betont, dass die Archivräume schon sehr speziell seien. „Wir glauben, dass Gummersbach ein guter Archiv-Standort ist.“
