Gemeinsamer Antrag wurde im Mobilitätsausschuss diskutiert Untersuchung in Strombach sowie Bredenbruch/Deitenbach.
WohngebieteCDU und SPD wollen mehr Tempo 30 in Gummersbach

Mehr Tempo 30 in Gummersbach wollen CDU und SPD.
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CDU und SPD treten mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, dass in Gummerbach künftig mehr Tempo-30-Zonen eingeführt werden. Die Verwaltung soll demnach beauftragt werden, zu untersuchen, wo das unter welchen Bedingungen und Kosten möglich ist. Für den Start sollen Strombach sowie der Bereich Bredenbruch/Deitenbach analysiert werden. Dieses Vorgehen fand im Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität ein einstimmiges Votum, die AfD enthielt sich dort. Worum geht es den beiden Fraktionen? Klar ist, dass sie mit ihrem Antrag vor allem Tempo 30 in Wohngebieten im Fokus haben. Sie setzen sich „für mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität in den Wohngebieten unserer Stadt ein“, heißt es in dem Antrag.
Eine geringere Geschwindigkeit in Wohngebieten erhöhe die Sicherheit insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, vermindere den Verkehrslärm und steigere die Lebensqualität vor Ort. Zur Herangehensweise haben SPD und CDU auch schon eine klare Vorstellung. „Um diese Vorteile flächendeckender zu realisieren, soll die Einführung von Tempo 30 in weiteren Wohnbereichen systematisch geplant werden. Anstatt vereinzelt und reaktiv Tempo-30-Strecken auszuweisen, wird mit diesem Antrag ein proaktives Vorgehen angestrebt.“
Bürger fühlen sich bei Tempo 50 in ihrer Lebensqualität gestört
Die Verwaltung war mit dieser Herangehensweise aber nicht komplett einverstanden. Eine solche doch schon tiefe Prüfung verursache nicht nur Kosten, sie sei auch zeitlich sehr aufwendig, sagte der Erste und Technische Beigeordnete Jürgen Hefner. Daher wurde der ursprüngliche Antrag von CDU und SPD dahingehend modifiziert, dass in einem ersten Schritt der besagte Bereich untersucht werden sollen. Damit war auch Benjamin Stamm (SPD) einverstanden. Zur grundsätzlichen Idee sagte er, dass es gute Beispiele dafür gebe, wo es Sinn mache. Menschen fühlten sich durch Tempo 50 in der Lebensqualität gestört. Dabei gehe es nicht darum, ein generelles „runter vom Gas“ zu verordnen. Wichtig sei, sobald es genügend Daten gebe, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen und diese zu informieren.
irk Helmenstein (CDU) regte an, dass man sich mal mit der Verwaltung in Hennef in Verbindung setzen möge. Dort gebe es bereits die angeregten Tempo-30-Zonen. So könne man in Gummersbach zu ersten Erkenntnissen gelangen. Fachbereichsleiter Francis Jovan berichtete, dass sich die Verwaltung mit dem Thema bereits befasst habe. Gummersbach habe Straßen mit unterschiedlichen Kategorien. So etwa die Brückenstraße, über die der Verkehr aus Richtung Strombach in die Stadt komme. Oder Haupterschließungsstraßen wie die Lebrechtstraße auf dem Steinberg, von der aus der Verkehr dann in die reinen Wohnstraßen abbiege.
Jovan verdeutlichte in der Folge den Unterschied zwischen Tempo-30-Zonen, wie sie im Antrag angesprochen wurden, und Streckenabschnitten auf einer Straße, für die Tempo 30 angeordnet würde. Das sei beispielsweise nur vor Schulen oder vor Altenheimen möglich. Der Fachbereichsleiter machte in der Folge deutlich, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wer bei der Prüfung mitgenommen werde müsse, ehe eine solche Zone ausgewiesen werden könne. Dabei gelte es auch zu prüfen, was die Bürger in Kauf nehmen müssen und welchen Nutzen sie am Ende von einer solchen Maßnahme haben. Allein schon vor diesem Aufwand machte der Vorschlag Sinn, sich erst einmal auf einige wenige Stadtteile zu fokussieren.

